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51° Nord zeigt Landschaftsbilder

51° Nord zeigt Landschaftsbilder

Die Künstlergruppe stellt in der Nachbarstadt Schwelm aus.

„51 Nord“ — das steht nicht nur für die Lage Wuppertals auf Landkarten. So heißt auch die Künstlergruppe, die der Wuppertaler Peter Caspary 2013 gründete. Die acht Mitglieder nutzen unterschiedliche Techniken wie Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur. Was sie verbindet, ist das Thema Landschaft. Zurzeit stellt „51 Nord“ unter dem Titel „Redux“ im Haus Martfeld in Schwelm aus.

Bei Peter Caspary ist die Natur alles andere als „ewig“. „Mir geht es um die Veränderung der Landschaft“, sagt der Künstler, der sich von so flüchtigen Phänomenen wie Sanddünen inspirieren ließ. Hinzu kommt die Vieldeutigkeit der Bildelemente. Hat der Betrachter Buchstaben und Schriftzüge vor sich — oder sind es Bergrücken und Täler? Zwischen Gegenständlichkeit und informeller Auflösung sind die Bilder von Frank Hinrich angesiedelt. In Richtung Abstraktion geht Andreas Steffens. „Bildnerische Essays“ nennt er seine Werke, die es dem Betrachter hin und wieder erlauben, Landschaften zu assoziieren.

Auf den ersten Blick scheinen die Bilder von Dirk H. Schäfer reale Dinge abzubilden. Doch die fantastische Kombination der Elemente — der Weg zum Meer ist durch ein Gitter versperrt — irritiert mehr als nur eine Sehgewohnheit. „Landschaft“ wird bei den Körperbildern von Krzysztof Juretko endgültig zur Metapher. Durch die Verteilung des Körpers auf mehrere Bilder werden klassische Vorstellungen von Einheit und Harmonie in Frage gestellt.

Andreas Steffens’ bündige Definition („Landschaft ist das, was von der Natur übrigbleibt.“) lässt sich auf die Fotografien von Rita Caspary anwenden. Indem sie Natur in extremer Vergrößerung zeigt, wird das Konkrete abstrakt. Da werden Goldfische zu leuchtenden Linien, Blätter zu gemusterten Flächen. Die Faszination für Details findet man bei Georg Janthurs Pflanzen-skulpturen aus Holz wieder.

Das Element Wasser und seine Dynamik hat Fotograf Frank N. festgehalten. „Urban Landscapes“ heißt eine seiner Serien. Auf den Aufnahmen sind Phänomene zu sehen, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt — sie sind allein durch die Langzeitbelichtung entstanden, mit denen der Fotograf experimentiert hat.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Juni zu sehen: Martfeld 1, Schwelm, samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr, dienstags von 14 bis 17 Uhr. In Wuppertal stellen mehrere Künstler der Gruppe „51 Nord“ bis zum 4. Mai in der Galerie Kunstkomplex aus.

51gradnord.de