Wuppertal: 4000 Fans feiern den Trassenrave

Wuppertal : 4000 Fans feiern den Trassenrave

Trotz vieler Besucher konnte die Nordbahntrasse frei bleiben.

Besucherrekord beim Trassenrave: 4000 Menschen feierten am Samstag bei House- und Techno Sounds am neuen Zirkuszelt am Mirker Bahnhof. Mit Künstlern wie Ian Pooley und Titia verband das diesjährige Line-up lokale Sounds mit bekannten Größen aus dem In – und Ausland.

Was den diesjährigen Trassenrave von den Veranstaltungen in den Vorjahren unterschied, war vor allem die Lage: „Utopiastadt hat durch die Nähe zur Nordbahntrasse und die Verschiebung des Geländes in Richtung Barmen eine ansprechende und große Fläche zu bieten“, sagte David J. Becher, Mitveranstalter und Vorsitzender des Fördervereins Utopiastadt. Auch das Zirkuszelt inmitten des Festivalgeländes „ist eine wunderschöne Landmarke“, sagte der Veranstalter begeistert.

In diesem Jahr vergrößerte sich das Gelände auf einem ganz neuen Areal: „Größer und deutlich von der Trasse getrennt“, betonte Becher. Er erklärte, dass aufgrund der Überfüllung beim Trassenjam – dem Dancehall-Pendant zum Rave – im Vorjahr nun verschärft auf die Sicherheitsvorkehrungen und das Freihalten der Nordbahntrasse geachtet wurde. Rund 100 Helfer, die meisten ehrenamtlich, sorgten für Ordnung auf dem Festival. Das funktionierte auch zur Prime Time ab 19 Uhr erstaunlich gut: Zwar stockend, aber doch durchgängig verlief der Verkehr auf der Nordbahntrasse.

Auch optisch machte das Ganze einiges her: Beim Betreten des Geländes passierten die Besucher einen Sandstrand. Die „Chill-Out-Area“ lockte mit zahlreichen Gastronomieangeboten. Wer zur Bühne gelangen wollte, musste das große Zirkuszelt durchqueren.

„Größer, friedlich und harmonisch“, so bezeichnete Besucher Max Jaspers die Veranstaltung. Man treffe viele Leute, die man seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Dafür komme er auch gerne wieder zurück nach Wuppertal. Manfred Eckhardt hat das Festival vor allem wegen der Musik besucht: „Pooley ist eine lebende Legende aus der Electronic-Szene“, so der Solinger.

Eben der – Ian Christopher Pinnekamp alias Ian Pooley – lobte das Festival und das Publikum. Der in Berlin lebende DJ und Musikproduzent ist seit drei Jahrzenten in der House- und Tech-House-Szene unterwegs. Er erklärt, dass er mittlerweile viele Anfragen ablehnt. Auf dem Trassenrave habe er hingegen „auch für die halbe Gage“ gerne gespielt.

Als die beiden Hauptakts Ian Pooley und Titia auftraten, füllte sich das Gelände schnell. „Es gab keine Komplikationen, auch nicht für die Sanitäter“, sagte Anete Krüger aus dem Vorstand von Utopiastadt. Am Ende des Abends freue man sich besonders über die große Bereitschaft der Besucher, für das kostenlose Festival und für Utopiastadt zu spenden. Insgesamt konnten um die 6000 Euro Spenden erzielt werden.