30000 Tonnen fürs Altpapier

30000 Tonnen fürs Altpapier

Ab sofort können die Behälter in drei Größen bei der AWG bestellt werden. Ausgeliefert werden sie stadtweit im Dezember.

Wuppertal. Jetzt gilt’s: Wer sich für die kostenlose und freiwillige Bereitstellung einer Altpapiertonne interessiert, kann die Behälter ab sofort bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) ordern (siehe Kasten rechts). Anfang Dezember werden die Behälter, die je nach Bedarf in drei Größen zu haben sind, dann ausgeliefert, bevor im Januar die Papierabfuhr im Vier-Wochen-Rhythmus beginnt.

Hintergrund des neuen Angebots, das kostenlos und nicht mit einer Gebührenerhöhung verbunden ist, sind massive Zahlen: Bislang kommen in den Sammelcontainern stadtweit 21000 Tonnen Altpapier im Jahr zusammen. Durch die blaue Tonne hofft die AWG, diese Gesamtmenge noch einmal um 5000 bis 6000 Tonnen zu erhöhen - mit Papier und Pappe, die derzeit, entweder aus Unwissen oder Bequemlichkeit, noch in die Mülltonnen wandern.

"Altpapier ist zu einem überaus wertvollen Rohstoff geworden", sagt AWG-Geschäftsführer Wolfgang Herkenberg. Die Entwicklung auf dem Papier-Weltmarkt sei durchaus mit der auf dem Stahlsektor zu vergleichen: Die gewaltige Nachfrage etwa in China und Japan treibt die Abnahmepreise für Altpapier rasant in die Höhe: Die AWG spricht von einer Preissteigerung von 100Prozent in den vergangenen anderthalb Jahren und von Preisen zwischen 80 und 130Euro pro Tonne Altpapier - je nach Qualität des Materials.

Diese Entwicklung will die AWG in Zukunft intensiv nutzen und mit dem vorsortierten Altpapier aus Wuppertal eine Papiermühle in Düren beliefern, die Kartonagen herstellt. Je nach Nachfrage wird die AWG im Dezember im ersten Schub zwischen 20000 und 30000 Altpapiertonnen an Haushalte und Unternehmen ausliefern. Zwischen 250000 und 300000 Euro investiert man in die Logistik - von der Papiertonne bis hin zum Waagesystem an den Abfuhrfahrzeugen: Jede Papiertonne wird mit einem Chip versehen, der bei der Abfuhr ausgelesen wird und der neben dem Gewicht jede Tonnenladung zurückverfolgen lässt. So erhofft sich die AWG eine genaue Altpapier-Statistik und eine Abrechnungsgrundlage für einen Papiersammelwettbewerb, der sich 2008 an Wuppertaler Schulen und Kindergärten richten wird (ausführlicher Bericht folgt): Geplant ist dabei, diesen Einrichtungen jede Tonne Altpapier mit 25 Euro zu vergüten und die fünf fleißigsten Sammler auch noch zusätzlich mit Geldpreisen zu belohnen.

Die Größen In drei Größen können die Tonnen mit blauem Deckel bei der AWG ab sofort bestellt werden: 120, 240 und 1100 Liter. Ausgeliefert werden sie im Dezember, die ersten Leerungen stehen ab dem 2.Januar 2008 an - im Vier-Wochen-Rhythmus. Das Angebot ist freiwillig und richtet sich sowohl an Privatleute als auch an Firmen. Nach wie vor kann Altpapier auch über die Container entsorgt werden. Die Abfuhrbezirke und -termine für die blauen Tonnen stehen im neuen Abfallkalender der AWG, der derzeit ausgeliefert wird.

DieBestellung Alle Fragen zur blauen Tonne beantwortet die AWG telefonisch unter den drei Rufnummern 4042-4204, 4042-451 oder 4042-453. Bestellungen sind per Brief oder Postkarte an folgende Adresse möglich: AWG Abfallwirtschafts mbH, Klingelholl 80, 42281 Wuppertal. Per Fax werden Bestellungen unter der Nummer 4042-486 entgegengenommen. Per Mail kann man die blaue Tonne ebenfalls anfordern: papierabholung@awg.wuppertal.de

DasBestellformular Als Service bietet die AWG ein Formular für Online-Bestellungen an:

www.awg.wuppertal.de

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