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3-D jetzt im Programmkino — extra für die „Pina“-Premiere

3-D jetzt im Programmkino — extra für die „Pina“-Premiere

Mustafa El Mesaoudi hat sein Kino für den Wenders-Film aufgerüstet. Der Regisseur selbst kommt zweimal nach Oberbarmen.

Wuppertal. Mustafa El Mesaoudi sitzt auf einem Barhocker im Foyer des Cinema. Er überlegt, legt die Stirn in Falten und nimmt einen Schluck aus der Teetasse. Ratlosigkeit. War die verstorbene Choreographin Pina Bausch früher einmal im Kino an der Berliner Straße zu Gast? Der Cinema-Chef weiß es nicht mehr.

Wenn die Grande Dame des Tanztheaters auch mit ihren Choreographien Maßstäbe setzte, galt sie privat als schüchtern und menschenscheu. Und so vermutet der Kino-Chef, dass es die Barmerin den Mitgliedern ihrer Kompanie gleich tat — also vermutlich in den Kinosesseln Platz nahm, aber jedes Aufsehen um ihre Person tunlichst vermied.

Auf der Berlinale feierte jetzt Wim Wenders’ Film „Pina“ Weltpremiere. Einhellig äußerten sich Gäste wie Kritiker nach der 3-D-Hommage angetan. Für die offizielle Deutschland-Premiere werden die prominenten Gäste am kommenden Montag über den Roten Teppich der Essener Lichtburg schreiten.

Im Oberbarmer Cinema wird sich der schwere blaue Samtvorhang des Großen Saales für „Pina“ dann einen Tag später, am 22. Februar lichten, und zwar um 23.59 Uhr. Auch Regisseur Wim Wenders und weitere prominente Gäste werden an der Berliner Straße zur Mitternachts-Premiere erwartet — Wenders wird direkt von der Kluse nach Oberbarmen kommen, wo er zuvor am gleichen Abend die „Pina“-Vorführung im Cinemaxx verfolgen wird. Und auch eine Woche darauf, am 1. März um 18 Uhr, wird Wenders nochmals im Cinema an der Berliner Straße die Filmfans persönlich begrüßen.

Eigens für die Vorführung von „Pina“ hat El Mesaoudi sein Cinema technisch aufgerüstet: Seit gestern läuft an der Berliner Straße eine brandneue 3-D-Anlage — eine Investition in Höhe von 90 000 Euro. Das Programm-Kino schafft damit den Anschluss an die digitale Vorführ-Technik. Bis Jahresende sollen im Cinema sogar beide Säle digital bespielbar sein.

In einem kleinen Raum surrt das Gebläse des ersten, 6000 Watt starken 3-D-Projektors bereits. Dirk Sellner, technischer Leiter, schaltet den Server an, der Bildschirm leuchtet. Im Hintergrund steht noch der Vorgänger, ein traditioneller Projektor mit Filmrolle. Diese Technik wird bei der Vorführung von „Pina“ bereits ausgedient haben.