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24-Jähriger fährt im Rausch Schlangenlinien

24-Jähriger fährt im Rausch Schlangenlinien

Sprockhöveler hatte sich auf der Fahrt zudem mit seiner Freundin gestritten.

Sprockhövel. Die Wut über seine Freundin ließ einen jungen damalige Sprockhöveler seine Fahruntauglichkeit vergessen. Der 24-Jährige war im August einer Polizeistreife auf der Wittener Straße wegen überhöhter Geschwindigkeit, gefährlicher Spurwechsel und Schlangenlinien aufgefallen und saß jetzt auf dier Anklagebank des Hattinger Amtsgerichts.

Die Blutprobe hatte ergeben, dass der Schornsteinfeger-Azubi unter Drogeneinfluss stand, Kokain und Marihuana konsumiert hatte. Ferner hatten die Beamten zwei Gramm Marihuana in seinem Besitz gefunden. „Das Ganze tut mir sehr leid. Es war eine dumme Idee, noch zu fahren“, brachte es der Angeklagte auf den Punkt und erklärte, dass er seine Freundin am Abend noch nach Hause fahren wollte, um sie zur Rede zustellen. „Wir haben uns heftig gestritten“, gab der Auszubildende zu Protokoll, dass seine gefährliche Fahrweise nicht nur die Folge des Drogenrauschs, sondern auch seiner Wut geschuldet gewesen sei. So habe ihn die ehemalige Freundin stark verschuldet, indem sie unter seinem Namen bei Ebay Waren im Wert von 12 000 Euro gekauft habe. „Ich war sehr naiv“, reflektierte der nicht vorbestrafte Sprockhöveler und gelobte dem Gericht auch im Hinblick auf seine Fahreignung Besserung. „Ich werde alles daran setzen, dass das nicht wieder vorkommt. Schließlich ist es mir am allerwichtigsten, dass ich meinen Führerschein zurückbekomme und meinen Job ausüben kann.“

Damit das gelingt, habe er sich inzwischen bei der Caritas angemeldet, um sich bei seiner Suchtbekämpfung unterstützen zu lassen. 50 Tagessätze á zehn Euro verhängte der Richter und verband damit die Hoffnung, dass der 24-Jährige „an seinen Problemen arbeiten“ möge. Mit der Geldstrafe einher geht der weitere Einbehalt des Führerscheins für die Mindestdauer von drei Monaten, nachdem die Fahrberechtigung bereits am Tattag eingezogen worden war.