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22 städtische Brunnen sorgen in Wuppertal für Abkühlung

22 städtische Brunnen sorgen in Wuppertal für Abkühlung

Von Ostern bis Oktober sprudelt in der Regel das Wasser. Zum Planschen ist es aber nicht geeignet.

Bei dem sommerlichen Wetter in der vergangenen Zeit haben sie ihren Wert schon mehrfach beweisen dürfen: Brunnen bringen Erfrischung und Leben in die Stadt, besonders bei hohen Temperaturen. In Wuppertal plätschert es von Ostern bis Oktober Wasser aus 22 städtischen Brunnen.

Gewartet werden diese von Mitarbeitern des Gebäudemanagements (GMW) sowie zum Teil von Mitarbeitern engagierter Firmen. Im Wochenrhythmus besuchen sie die Wasserspiele. Susanne Thiel, die als Produktmanagerin beim GMW für die Brunnen zuständig ist, erklärt: „Sie holen den Müll raus und prüfen, ob noch genug Wasser im System ist.“ Denn die Brunnen funktionieren mit einem Kreislauf. Was an Wasser heraussprudelt, wird in einem Auffangbecken gesammelt und per Pumpe wieder nach oben geschickt, wo es erneut hervorquillt.

Trotzdem reduziert sich die Wassermenge mit der Zeit, weil Wasser verdunstet und aus dem Brunnen herausspritzt. Das wird aber meist automatisch wieder aufgefüllt: Im System gibt es ein Schwimmerventil, und wenn dieses einen bestimmten Punkt erreicht, wird der Automatismus aktiviert. Wichtig sei, sagt Susanne Thiel, dass die Wasserdüsen nicht verstopfen. Zudem werde die Elektrik überprüft, gegebenenfalls die Beleuchtung.

Die Brunnensaison beginnt, wenn der Frost vorbei ist. „Dafür ist meist Ostern eine gute Zeit“, sagt Susanne Thiel. Bevor sie den Hahn aufdrehen und damit das Kreislaufsystem füllen, reinigen die Brunnenwarte die Anlagen. Und im Herbst ist wieder der Frost derjenige, der das Ende der Saison bestimmt — meist im Oktober.

In den Monaten dazwischen sorgt das Rauschen oder Plätschern für Entspannung, das kühle Wasser für Erfrischung. Besondere Regeln für den Umgang gibt es nicht, in die größeren Brunnen dürfe man durchaus mal die Füße hineinhalten, sagt Susanne Thiel. Becken wie den Neptunbrunnen als Planschbecken für Kinder zu nutzen, davon rät sie ab: Die auch unter Wasser befestigten Lampen bürgen Verletzungsgefahr und könnten beschädigt werden. Trinkwasser sei das im Kreis gepumpte und dabei natürlich verschmutzte Brunnenwasser auch nicht.

Wie wichtig die Brunnen für die Stadtbewohner sind, merkt Susanne Thiel auch daran, dass sich Bürger schnell melden, wenn etwas kaputt geht, der Brunnen nicht läuft: „Das klappt ganz gut“, bestätigt sie.