2030 wird mit 366000 Einwohnern in Wuppertal gerechnet

Bevölkerungsstatistik : Wuppertal wächst weiter - aber langsamer

Nach vorläufigen Berechnungen startet die Stadt mit rund 361 200 Einwohnern in das Jahr 2019.

Wuppertal darf sich auch im kommenden Jahr als wachsende Stadt bezeichnen. Nach dem vorläufigen Stand hat Wuppertal zum Jahreswechsel rund 361 200 Einwohner, knapp 800 Bewohner mehr als noch vor einem Jahr.

Damit setzt sich der Trend seit 2011/2012 fort, auch wenn sich das Wachstum in diesem Jahr abgeschwächt hat. In den Jahren 2014/2015 hatte der Zuwachs bis zu 4000 Einwohner betragen, was neben den Zuzügen aus dem Süden und Osten Europas vor allem durch die Aufnahme von Flüchtlingen bedingt war.

Treffen die aktuellen Bevölkerungsprognosen der Abteilung Statistik und Wahlen im Barmer Rathaus zu, dann wird Wuppertal im Jahr 2025 eine Einwohnerzahl von rund 366 000 erreichen. Diese Berechnung geht davon aus, dass sich in den kommenden Jahren der Zuwachs bei rund 1000 Personen einpendelt. Prognosen zu Beginn der 2000er Jahre waren noch von einer stark sinkenden Einwohnerzahl ausgegangen. Demnach wäre Wuppertal bis zum Jahr 2030 auf 320 000 Einwohner geschrumpft, mit einem stark wachsenden Anteil älterer Menschen.

Im ersten Halbjahr 2018 verzeichnete die Statistik einen überraschenden Rückgang der Bevölkerungszahl in Wuppertal um 578 Personen. Das zweite Halbjahr brachte dann aber eine deutliche Trendwende.

„Der Zuwachs ist hauptsächlich durch Zuzug begründet, aber die Lücke zwischen Geburten und Sterbefällen ist aufgrund der steigenden Zahl von Geburten kleiner geworden“, sagt Oliver Pfumfel, Leiter der Abteilung Statistik und Wahlen. Auch dieser Trend hält seit 2012 an, als 2800 Kinder in Wuppertal geboren wurden. 2017 waren es 3650 und 2018 werden es wieder mehr als 3500 sein. „Wuppertal wird jünger und bunter“, sagt Oliver Pfumfel.

Der schnelle Bevölkerungszuwachs in den zurückliegenden Jahren hat die Stadt vor große Aufgaben gestellt. Vor allem beim Bau von Kitas und Schulen kommt Wuppertal dem wachsenden Bedarf kaum hinterher.