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163 neue Hotelzimmer in der Elberfelder Innenstadt

163 neue Hotelzimmer in der Elberfelder Innenstadt

Düsseldorfer Projektentwickler bauen für 30 Millionen Euro ein 3-Sterne-Haus mit Einzelhandel am Wall.

Wuppertal. Wuppertal bekommt ein neues Hotel. Die Düsseldorfer PDI GmbH errichtet an der Ecke Wall/Schloßbleiche in Elberfeld ein 3-Sterne-Haus mit 163 Zimmern. Das teilte das Unternehmen gestern mit. Demnach sind für das „Holiday Inn Express“ auch 800 Quadratmeter Einzelhandel geplant. Bis 2018 soll das Hotel fertig sein. Das Investitionsvolumen gibt PDI mit etwa 30 Millionen Euro ein.

Bei Jochen Braun, dem Leiter des Ressorts Bauen und Wohnen im Rathaus, entfacht das Hotelprojekt unmittelbar am neuen Döppersberg Euphorie. „Ich glaube, das wird ein tolles Gebäude. Es bildet mit dem Neubau von Rinke gegenüber ein tolles Entree für den Wall“, sagt Braun.

Etwas distanzierter steht Jörg Heynkes vom Hotel- und Gaststättenverband dem Projekt gegenüber. Heynkes ist auch Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer. „Wuppertal ist ein schwieriger Standort für Hotels“, sagt er. Die Auslastung sei zu schwach. „Jeder, der auf die Idee kommt, hier ein neues Hotel zu bauen, ist in erster Linie mutig.“

Dabei ist Hotellerie für eine Stadt ein wichtiger Standortfaktor. Tagungen und Kongresse werden dort ausgerichtet, wo neben geeigneten Veranstaltungsräumen auch hochwertige Übernachtungsmöglichkeiten bestehen. In der Stadthalle hat Wuppertal eine erstklassige Veranstaltungsadresse, aber an Hotels im gehobenen Qualitätssegment herrscht noch Mangel. Dass der mit dem Holiday Inn Express am Wall behoben werden kann, bezweifelt Heynkes. Außerdem frage er sich, wo die Gäste denn parken sollen. „Ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass dieses Hotel die Stadt voranbringt.“

Das sieht der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat, Michael Müller, anders. „Das Projekt macht deutlich, dass der Umbau des Döppersbergs Investoren nach Wuppertal zieht. Diese Stadt wird von außen offenbar besser gesehen als bei manchen von innen“ , sagt Müller. Er hoffe, dass nicht zuletzt der umliegende Einzelhandel von dem neuen Hotel profitieren werde.

Was den Qualitätsstandard des neuen Hauses angeht, spricht PDI von einer „konsequenten Skalierung des 4-Sterne-Standards auf ein visionäres 2- und 3-Sterne Produkt“. In Wuppertal soll es ein 3-Sterne-Haus sein.

Die Investoren hoffen darauf, dass sich die Entwicklung des Döppersbergs förderlich auf die Auslastung ihres Projektes auswirkt.

Für den Betrieb des Hotels haben die Düsseldorfer Projektentwickler mit dem Augsburger Unternehmen GS Star einen Vertrag über 25 Jahre plus einer Verlängerungsoption von fünf Jahren geschlossen. Holiday Inn Express-Häuser gibt es bisher in elf Städten in Deutschland, darunter Hamburg, München, Berlin, Düsseldorf, Nürnberg und Augsburg.