Buchvorstellung: 110 Seiten über den Nordpark

Buchvorstellung : 110 Seiten über den Nordpark

In der Edition Köndgen erscheint das zweite Buch über die Anlage. Es wurde Montag vorgestellt.

125 Jahre ist der 1893 gegründete Nordstädter Bürgerverein (NBV) jetzt alt. Ein guter Grund, diesen Geburtstag mit einer Edition aus dem Hause Köndgen zu feiern. „Waldparkanlage Nordpark“ heißt der liebevoll gestaltete Band, den die Nordstädter zusammen mit dem Förderverein Historische Parkanlagen und dem Verlag Köndgen am Montagnachmittag im Nordpark im Haus Mallack vorstellten. Im Gastraum des Lokals hatten sich Vertreter aus Verwaltung und Politik versammelt, unter ihnen auch Bezirksbürgermeister Hans Hermann Lücke (CDU), und zollten dem Nordstädter Bürgerverein ebenso herzlichen Beifall wie den Herausgebern des neuen Bandes in der Reihe „Wuppertals grüne Anlagen“.

Das Fehlen der Gastronomie
wird bedauert

Verlagsleiter Thomas Helbig und Brigitte Alexander, die Vorsitzende des Fördervereins, sowie Heidrun Rieger, Vorsitzende des Nordstädter Bürgervereins, wiesen darauf hin, dass der erste Band von „Wuppertals grüne Anlagen“ vor sieben Jahren ebenfalls dem Nordpark gewidmet worden war. Allerdings in weitaus bescheidenerem Maße.

„Jetzt ist das Buch doppelt so dick geworden, weil sich inzwischen auch doppelt so viel getan hat“, so Helbig, während die Historikerin und Landschaftsplanerin Antonia Dinnebier ins Detail ging und die historischen wie auch die aktuellen Fotos im Buch und einiges zum Inhalt erläuterte.

Diverse Autoren sind in dem 110 Seiten starken Band zu Wort gekommen. So der Historiker Heiko Schnickmann, der die Vereinsgeschichten in Barmens Norden unter die Lupe genommen hat. Für die Vorgeschichten, die geologische Entwicklung, zeichneten Margot Sundermann und Martin Lücke verantwortlich, während Antonia Dinnebier Park- und Stadtgeschichten für die Nachwelt festhielt.

„Wir wollten den Fortgang der Arbeiten am Nordpark aufzeichnen“, so Dinnebier, die die Impulse lobte, die der Nordstädter Bürgerverein Barmens nördlichem grünen Lungenflügel immer wieder beschert hat. Mit Hilfe des Aktionsprogramms „Soziale Stadt“ gelang es stets, den Barmer Nordpark attraktiver zu machen. Prominentestes Beispiel ist sicher der „Skywalk“, der es den Parkbesuchern erlaubt, fast freischwebend auf das Panorama Barmens herunterzublicken.

„Die Wälder waren vorhanden. Wir haben sie in den Park eingegliedert“, berichtete Brigitte Alexander von den Wander- und Spazierwegen, die auch zum Dammwildgehege führen, das seit 1953 einer der Hauptanziehungspunkte im Naherholungsgebiet ist. „Mit der Hilfe von Spenden und der Unterstützung engagierter Mitarbeiter der Stadt konnten wir den einen Kilometer langen Zaun um das Gehege erneuen“, heißt es in einem Grußwort des NBV-Vorstandes.

„Was leider immer noch fehlt, ist die Gastronomie in den Turmterrassen“, wurde allgemein bedauert. Allerdings nahmen Eva-Maria und Horst Pohlmann, langjährige Pächter der damaligen Turmterrassen, den neuen Besitzer in Schutz. „Der Herr Thomas macht das schon sehr gut“, bescheinigten sie dem Bauherrn des Ausflugslokals, das tatsächlich in absehbarer Zeit fertig werden soll.

Ein Denkmal beherbergt der Nordpark auch: das des Barmer Arbeiterkomponisten Gustav Adolf Uthmann (1867-1920), dessen Lied „Empor zum Licht! Es wich die Nacht“ Brigitte Alexander als Gedicht vortrug.

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