100.000 Lichter und ein kurzer Draht zum Christkind

100.000 Lichter und ein kurzer Draht zum Christkind

Weihnachtsmärkte: In Elberfeld und Barmen geht es seit Montag wieder weihnachtlich zu. Jetzt müsste es nur noch ein bisschen kälter werden.

Wuppertal. "Der Elberfelder Lichtermarkt wird von Jahr zu Jahr schöner", freute sich am Montag Gudrun Abeler, als sie den Weihnachtsmarkt auf dem von der Heydt-Platz eröffnete. Selbst strömender Regen konnte die ersten Besucher gestern Abend nicht davon abhalten, über den Markt zu flanieren. Oberbürgermeister Peter Jung eröffnete den Lichtermarkt.

In Elberfeld City stehen dieses Jahr 120 Buden, mehr als 100.000 Lichter sorgen für heimelige Weihnachtsatmosphäre. Zufriedene Gesichter beim Vorstand der veranstaltenden IG1, Jos Coenen, George Linke und Christian Leege wärmten sich am ersten Glühwein der diesjährigen Weihnachtssaison, als Peter Jung den Lichtermarkt als "tolle Sache" anpries und die Hoffnung äußerte, dass die vielen Besucher der Monet-Ausstellung zu Kunden der Händler werden.

Das dürfte Matthias Haschke, Chef der Wuppertaler Marketing Gesellschaft, gefreut haben, er war ebenfalls bei der Eröffnung anwesend. Obwohl von weihnachtlichen Temperaturen gestern weit entfernt, schaffte es der Wuppertaler Gospel-Chor "Votation" unter der Leitung von Dirk Lueg, die Besucher anzulocken. Es war wohl auch den tollen Stimmen der fünf Sängerinnen und Sänger zu verdanken, dass sich so viele Gäste zur Eröffnung eingefunden hatten.

Bis zum 30. Dezember wird der Lichtermarkt veranstaltet und einer der Höhepunkte, das war deutlich zu erkennen, ist auch in diesem Jahr die lebende Krippe auf dem von der Heydt-Platz. Besonders die kleinen Besucher haben Gänse, Esel und andere Tiere fest ins Herz geschlossen.

Auch Wuppertals familiäres Weihnachtsdorf, der Barmer Weihnachtsmarkt auf dem Johannes-Rau-Platz, ist gestern Nachmittag von OB Peter Jung eröffnet worden. Rund um den zwölf Meter hohen Tannenbaum erwarten in diesem Jahr gut 35 Stände mit Kunsthandwerk und Kulinarischem die Barmer Flaneure. Erstmals dabei ist in diesem Jahr auch die Toy’s Company, die gebrauchtes oder beschädigtes Spielzeug zur Reparatur annimmt, um es für einen guten Zweck zu verteilen.

Dazu wartet auf die Marktbesucher ein buntes Bühnenprogramm - so treten sonntags immer Bands auf, unter anderem die Peter Weisheit Band und die Starlight Band. An die Kinder werden wochentags Weckmänner oder Spielzeug verteilt, und ab dem 1. Dezember kommt täglich um 15 Uhr der Nikolaus auf den Rau-Platz gefahren, um Kinder zu einer Runde in seiner Kutsche mitzunehmen.

Weiterer, schon traditioneller Programmpunkt: Am 6. Dezember - 2. Advent und Nikolaustag zugleich - bieten die Goldwing-Fahrer auf ihren schweren Maschinen wieder Rundtouren für Kinder an.

Dazu kommt, und das ist in Wuppertal nun wirklich einmalig: Der Barmer Weihnachtsmarkt hat den kurzen Draht zum Christkind. Am großen Tannenbaum steht ein Postkasten, in den alle Kinder ihren persönlichen Brief ans Christkind einwerfen können.

Veranstalter Michael Müller vom Schausteller-Verband verspricht: "Alle Briefe werden beantwortet." Und für die schönsten, phantasievollsten Schreiben gibt’s sogar Preise zu gewinnen.

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