Wuppertal und Kreis Viersen: NRW schließt Flüchtlingsunterkünfte

Kein Bedarf mehr : NRW schließt acht Flüchtlingsunterkünfte - Unter anderem in Wuppertal und im Kreis Viersen

Da der Bedarf nicht mehr gegeben ist, werden in NRW acht Flüchtlingsunterkünfte geschlossen, auch in Wuppertal und im Kreis Viersen.

Angesichts sinkender Flüchtlingszahlen schließt das Land Nordrhein-Westfalen nach eigenen Angaben von Mittwoch acht Unterbringungsstandorte. Damit gibt es in landeseigenen Zentralen Unterbringungseinrichtungen noch knapp 20 000 aktiv betriebene Plätze und damit rund 5000 weniger als bisher. Sollten die Flüchtlingszahlen wieder steigen, verfüge das Land über ausreichende Reserven, teilte das NRW-Flüchtlingsministerium mit. Neben der Erstaufnahme in Bochum werde es weiter über fünf Erstaufnahmeeinrichtungen und 30 Zentrale Unterbringungseinrichtungen (ZUE) geben.

Das Land halte an dem Ziel, die Kommunen in NRW weiter zu entlasten, fest, so das Ministerium. Den Kommunen würden dazu möglichst nur anerkannte Flüchtlinge oder Menschen mit guter Bleibeperspektive zugewiesen.

Geschlossen werden den Angaben nach die Zentralen Unterbringungseinrichtungen Rüthen (Kreis Soest), Oerlinghausen (Kreis Lippe), Niederkrüchten (Kreis Viersen), Wuppertal IV, Kall (Kreis Euskirchen) und die Unterkünfte im so genannten Stand-By-Modus Bad Laasphe (Kreis Siegen-Wittgenstein), Bochum und Bottrop.

Mit rund 19 000 Flüchtlingen bis Ende September kamen 2019 nach Ministeriumsangaben deutlich weniger Flüchtlinge nach NRW als in den Jahren davor. Die Zahl lag Ende September 2018 bei über 23 000 Menschen und 2015 bei gut 123 000 Menschen.

2015 waren mehr als eine Million Asylbewerber nach Europa gekommen. In Deutschland wurden damals 476 649 Asylanträge gestellt, 2016 waren es 745 545, so viel wie nie zuvor. Danach sank die Zahl der Schutzsuchenden, die ins Land kamen, wieder.

(dpa)
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