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Wuppertal: Die Parkhilfe macht den Mirker Hain fit

Stadtentwicklung : Uellendahl: Die Parkhilfe macht den Mirker Hain fit

Initiative unterstützt die Stadt - und sucht weitere Helfer.

Wer dieser Tage im Mirker Hain unterwegs ist, dürfte es bereits gemerkt haben: Die Parkhilfe war wieder im Einsatz. Die Initiative um Manfred Blum hatte an zwei Wochenenden die Parkanlage wieder auf Vordermann gebracht. Rund 30 Helferinnen und Helfer machten jeweils mit. Zum Dank gab es für die Ehrenamtler am vergangenen Samstag vom Bürgerverein Uellendahl eine kleine Feier im Haus Marianne an der Kohlstraße.

Die Parkhilfe, die die Stadt bei der Pflege des Mirker Hains unterstützt, hat schließlich auch einiges geleistet. Allein 16 Tonnen Dolomitsand verarbeiteten Blum & Co. auf den Wegen im Parkbereich. „Der starke Regen vom 14. Juli hat große Schäden verursacht“, sagt Blum. Einige Rinnen seien auch noch geblieben.

Außerdem war die Parkhilfe am Inselteich aktiv, entfernte dort zum Beispiel Bewuchs und schnitt das Ufer frei. „In der Schlucht sind die vier Staustufen so bearbeitet worden, dass die ,Himmelsaugen’ bei schönem Wetter wieder sichtbar sind“, sagt Blum. So heißen die Stellen, wo das Wasser den Himmel spiegelt.

Die Besonderheit des Mirker Hains sei, erklärt Blum, dass der Teil westlich der Vogelsangstraße als Wald ausgewiesen sei, der östlich als Park. Damit seien bei  der Stadt auch unterschiedliche Abteilungen für den Mirker Hain zuständig. Die Parkhilfe wiederum helfe vor allem im Parkbereich. In Kürze wird es wieder ein Abstimmungsgespräch mit der Stadt geben. „Wir können mit unseren Geräten ja auch nur die eher kleineren Aufgaben übernehmen“, sagt Blum.

Wie andere Parkanlagen in Wuppertal hatte auch der Mirker Hain in der Corona-Zeit mit einem größeren Müllproblem zu kämpfen. Zum Beispiel hätten viele Leute sich ihr Essen „to go“ an der Uellendahler Straße geholt und wären dann zum Essen in den Mirker Hain gefahren. „Das ist aber zum Glück nicht mehr so dramatisch“, sagt Blum. Was natürlich auffalle, auch jetzt noch, seien oft Masken, die ins Grün geworfen werden.

Organisiert wird die Parkhilfe mit Hilfe des Bürgervereins Uellendahl. „Es sind aber nicht alles Mitglieder des Vereins, die helfen“, sagt der Vorsitzende Guido Gehrenbeck.  „Jeder kann so viel machen, wie er will.“ Weitere Unterstützung werde immer gesucht.

Ein dickes Lob gibt es von der Stadt. „Unser Ressort Grünflächen und Forsten kümmert sich um über 1300 Hektar Park- und Grünanlagen und um 4850 Hektar Wald. Da ist uns jede Hilfe und Unterstützung willkommen, um dieses großartige Grün in der Stadt zu pflegen und zu erhalten“, sagt Dezernent Frank Meyer. Wuppertal habe mit seinen „außerordentlich schönen Parkanlagen ein Pfund, mit dem die Stadt wuchern kann“. Bürger und Besucher könnten sich stadtnah im Grünen erholen „und dem Klima helfen unsere Grünanlagen auch“. Der Mirker Hain, der schon 1879 angelegt wurde, sei ein Paradebeispiel für diese besonderen Park-
anlagen. „Deshalb herzlichen Dank an die Parkhelfer des Bürgervereins Uellendahl, die uns so tatkräftig unterstützen“, sagt Meyer.