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Wieder zwei Tote nach Badeunfällen in NRW

Wieder zwei Tote nach Badeunfällen in NRW

Düsseldorf. Mit der anhaltenden Hitze steigt die Zahl der Badeunfälle in Nordrhein-Westfalen. Schon drei Menschen sind in diesem Jahr allein in Düsseldorf ertrunken. Im Juli musste die Feuerwehr in der Landeshauptstadt 13 Mal ausrücken, um Schwimmer aus dem Rhein zu retten.

Am Montagvormittag starb der 37-Jährige, der am Sonntag in Dortmund den Rhein-Ems-Kanal durchschwimmen wollte und dabei unterging, in einem Krankenhaus. In einem Bedburger Freibad ertrank am Montag ein vierjähriger Junge.

Wer sich in einem See oder Fluss abkühlen möchte, sollte einige Tipps beachten, damit der Badeausflug nicht in einer Katastrophe endet. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) gibt Tipps:

— Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen und die Warnhinweise beachten.

— Nur dann baden gehen, wenn man sich wohlfühlt. Vor dem Gang ins tiefere Wasser abkühlen.

— Die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen.

— Unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Vor dem Bad bei Einheimischen erkundigen.

— Nie in unbekannte Gewässer springen, nur an ausgewiesenen Sprungbereichen. Kopfsprünge im Ufer- und Flachwasserbereich können lebensgefährlich sein.

— Bei Gewitter das Wasser sofort verlassen. Es besteht Lebensgefahr bei Blitzeinschlägen.

— Vor dem Schwimmen keinen Alkohol trinken, Baden unmittelbar nach dem Essen vermeiden.

— Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt baden. Grundsätzlich sollten Kinder frühzeitig schwimmen lernen und die Baderegeln kennen.

— Das Baden in Flüssen ist besonders gefährlich. Strömungen, Brückenpfeiler, Sogwirkungen, Unterwasserhindernisse und die Freizeit- und Berufsschifffahrt bilden unkalkulierbare Risiken.

— Achtung beim Badeurlaub an europäischen Meeren. Gezeiten und nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen sowie starke Winde können auch gute Schwimmer in Lebensgefahr bringen. akrü