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Weniger Züge, mehr Busse in NRW: Abellio-Notfahrplan strapaziert Pendler-Nerven

Strecken in NRW : Weniger Züge, mehr Busse: Abellio-Notfahrplan strapaziert Pendler-Nerven

Auf mehr als 20 Millionen Zugkilometer kommen die Züge und S-Bahnen von Abellio bisher pro Jahr in NRW. Doch damit ist bald Schluss, andere Firmen übernehmen die Strecken. Der bisher beispiellose Marktaustritt hat Folgen für die Fahrgäste.

Reisende und Pendler in Nordrhein-Westfalen bekommen die Folgen des Abellio-Marktaustritts in der kommenden Woche zu spüren. Am Montag tritt der größte Teil des Übergangsfahrplans in Kraft, der auf wichtigen Abellio-Linien weniger Züge und S-Bahnen vorsieht als im normalen Betrieb. Ab dann fährt der RE11 nicht mehr zwischen Düsseldorf und Essen, Fahrgäste sollen auf andere Linien umsteigen. Die Regionalbahn 35 von Mönchengladbach nach Gelsenkirchen wird ebenfalls eingestellt. Grund für das ausgedünnte Angebot sind Personalengpässe bei Abellio, dessen Beschäftigte ab Februar für andere Bahnfirmen arbeiten sollen und dafür Schulungen bekommen.

Auf anderen Strecken werden weniger Bahnen eingesetzt. So sind es bei der S7 (Wuppertal - Solingen) nur noch zwei Bahnen pro Stunde und nicht mehr drei. Die RB46 von Bochum nach Gelsenkirchen wird auf Schienenersatzverkehr - also Busse - umgestellt. Auf anderen Strecken kommt es zu weiteren Einschränkungen. Fahrgästen wird empfohlen, sich mit der Mobil.NRW-App über die aktuellen Verbindungen zu informieren.

Ein erster Teil des Übergangsfahrplans startete bereits am 8. Januar, am 10. Januar folgte der nächste Schritt. Am Montag folgt das Gros der Maßnahmen. Ihr Schwerpunkt betrifft den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), für den Abellio bisher 80 Prozent seiner Leistungen erbringt. Die restlichen Fahrten finden in den Gebieten der beiden anderen Verbundorganisationen in NRW statt, also des Nahverkehrs Rheinland (NVR) und des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL).

Abellio ist finanziell schwer angeschlagen. Nachverhandlungen mit den Verkehrsverbünden über bessere Konditionen zerschlugen sich, wodurch das Aus der Firma mit zuletzt 1080 Beschäftigten besiegelt wurde. Am 1. Februar übernehmen planmäßig DB Regio und zwei weitere Bahnunternehmen die Strecken der Abellio Rail GmbH, danach ist das bisher zweitwichtigste Regionalbahnunternehmen in NRW Geschichte. Der Übergangsfahrplan gilt bis Ende Februar.

(dpa)