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Vor zehn Jahren hat Marion Rößler-Schäfer ihr Café Kränzchen in Leichlingen eröffnet

Café Kränzchen : In diesem „Tempel“ dreht sich alles um die Bohne

Vor zehn Jahren hat Marion Rößler-Schäfer ihr Café Kränzchen eröffnet.

Eine Tasse Kaffee ist nicht gleich eine Tasse Kaffee. Kunden, die bei Marion Rößler-Schäfer Kaffee kaufen, können dies nur bestätigen. Guter Kaffee ist die Leidenschaft der 62-Jährigen, die vor zehn Jahren ihr Café Kränzchen an der Neukirchener Straße eröffnet und jetzt Geburtstag gefeiert hat. „Die ersten fünf Jahre hatte ich nicht einen Ruhetag“, erinnert sie sich, und auch heute kommt sie mit normalen Arbeitszeiten lange nicht hin. Doch bereut hat sie ihre Entscheidung nicht. „Es war eine schöne Zeit, das kann man nicht anders sagen.“

Die Rösterei ist das Herzstück ihres Ladens. Bis zu 30 verschiedene Sorten stehen zur Auswahl – von der Hausmischung bis zu ganz exquisiten Exoten. Alle werden in schonender Langzeitröstung und ohne Zusatz von Aromen hergestellt. „Eine gute Röstung benötigt mehr als 20 Minuten, damit sich der Kaffee richtig entfalten kann“, sagt Marion Rößler-Schäfer. „Qualität und billig geht eben nicht zusammen.“ Ihre Kunden wissen das zu schätzen, sie kommen teilweise aus Bonn und Düsseldorf, um sich mit den Leichlinger Röstungen zu versorgen. Pro Jahr produziert sie in ihrer Rösterei mehrere Tonnen Kaffee.

In Hamburg hat Marion Rößler-Schäfer einst das Handwerk des Kaffeeröstens gelernt. Ihr Wissen hat sie bei Reisen zu Kaffeeplantagen nach Costa Rica vertieft. Billige oder minderwertige Bohnen kommen ihr nicht in den Laden. „Bei mir kommen auch keinerlei Zusatzstoffe wie etwa Duftstoffe in den Kaffee“, betont die Geschäftsfrau. Davon können sich die Kunden vor Ort im gemütlichen Café überzeugen, dazu reicht die Leichlingerin selbst gebackenen Kuchen. „Bei mir gibt es nur Selbstgemachtes, das ist eine Herzensangelegenheit.“

Und wie geht es weiter mit dem Café Kränzchen? Noch einmal zehn Jahre werden es wohl nicht, verrät Marion Rößler-Schäfer. Dazu müsste die Gesundheit mitspielen, und die Arbeit im Geschäft ist schon sehr anstrengend. Doch eine Weile wird die 62-Jährige noch ihre Leidenschaft für guten Kaffee ausleben, gerade erst hat sie in neue Siebträger investiert.