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Von Montag an gehen wieder mehr Düsseldorfer Kinder in Schule und Kita

Betreuung und Bildung in Düsseldorf : Schulen und Kitas blicken mit Spannung auf Wochenstart

Wechselmodelle in den Grundschulen, komplette Jahrgänge an den Gymnasien, volle Kitas: Trotz wachsender Sorge um mutierte Corona-Viren kehren Klein-Kinder und ein Teil der Schüler in die Präsenz zurück.

Von Montag an wird das Leben für viele Familien und Heranwachsende wieder ein Stück normaler. Die Kitas öffnen für alle, Grundschüler kehren tageweise in den Präsenzunterricht zurück und die Abschluss-Jahrgänge lernen wieder in analogen Klassenräumen.

„Wir sind vorbereitet und gehen davon aus, dass die meisten Kinder vor Ort sein werden“, sagt Gudrun Siebel, die bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) unter anderem den Kita-Bereich leitet. Dass Eltern sich nach Wochen mit Home-Schooling und Kleinkinder-Betreuung in Eigenregie nach Normalität sehnen, weiß Siebel. Deshalb kann sie auch die Kritik an der nach wie vor um zehn Wochenstunden gekürzten Betreuungszeit verstehen. „Diese Einschränkung ist aber nötig, weil wir die Gruppen mit Blick auf den Infektionsschutz getrennt halten und deshalb das vorhandene Personal anders einteilen müssen“, sagt die Hauptabteilungsleiterin.

Mit vollen Kitas rechnet auch Jugendamtsleiter Johannes Horn: „Zuletzt waren im Durchschnitt etwa 45 Prozent der Plätze belegt, im Laufe der nächsten Woche werden es wohl mehr als 90 Prozent sein.“

Mit Spannung blicken die Schulen auf den Wochenbeginn. Hier wird es in den Grundschulen ein Wechselmodell mit geteilten Klassen geben. Meist wird tageweise gewechselt. Die eine Hälfte kommt dann am Montag und Mittwoch, die andere am Dienstag und Donnerstag und am Freitag lösen sich die Gruppen wochenweise ab. Parallel läuft die bereits existierende Notbetreuung weiter. „Wir rechnen mit etwa 40 von gut 300 Kindern, die auch an den Distanztagen in der Schule sein werden, weil beispielsweise beide Elternteile arbeiten“, sagt Heide Steinke, Schulleiterin an der Kronprinzenstraße. Um Begegnungen von Kindern möglichst gering zu halten, sind nach den Vorgaben des Landes maximal zwei Bezugsgruppen zugelassen. „Wer in der 3a ist und notbetreut wird, geht nach dem Unterricht sowie an den Distanztagen immer in die gleiche Notbetreuungsgruppe. Und wer nur an Präsenztagen nach Unterrichtsende in den normalen Ganztag geht, bleibt auch nachmittags in seinem Klassenverband“, sagt Steinke. Dabei würden die Kinder beispielsweise der 3a und der 3b nicht gemischt.

Erleichtert sind die meisten der angehenden Abiturienten. Auch sie kehren am Montag in ihre Schulen zurück. „Wir haben uns für die Düsseldorfer Gymnasien darauf verständigt, dass der elfte und der zwölfte Jahrgang kein Wechselmodell fährt, sondern komplett in den Präsenzunterricht zurückkehrt“, sagt Ralf Schreiber, Leiter des Goethe-Gymnasiums in Düsseltal. Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, würden größere Lerngruppen zwar auf zwei benachbarte Klassenräume verteilt, aber dennoch vom gleichen Lehrer betreut.