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Viersen: Martinsmarkt am 2./3. November mit verkaufsoffenem Sonntag

Martinsmarkt in Viersen : Martinsmarkt lädt nach Viersen ein

An zwei Tagen lockt der Markt in der Innenstadt mit Budenzauber und Programm.

Als St. Martin ist Wolfgang Rotter routiniert. „Ich mache das schon seit ein paar Jährchen“, sagt er. Knapp 30 Jährchen, um es näher einzugrenzen: Denn bei bisher jeder Ausgabe des Viersener Martinsmarktes war er im Kostüm dabei, anfangs samt echtem Pferd, das wurde später durch ein großes Holz-Schaukelpferd ersetzt. Mittlerweile macht sich der 70-Jährige zwar Gedanken über den Ruhestand, aber so weit ist es noch nicht. Beim Martinsmarkt am 2. und 3. November ist Rotter wieder im Einsatz, er verteilt am Sonntag 500 Gratis-Martinstüten an Kinder, lässt sich auf Wunsch mit ihnen fotografieren.

Mit dem Martinsmarkt beginnt in der Stadt traditionell die Saison der winterlichen Märkte. Das Citymanagement und der Werbering Viersen aktiv als Veranstalter rechnen mit rund 50 000 Besuchern, die dazu beitragen, dass er seinen Status als meistfrequentierter Markt in der Stadt behält. Schauplatz ist die Fußgängerzone, vom Remigiusplatz bis zum Sparkassenvorplatz. Marktzeit ist am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, auch am Sonntag schließen sich die Einzelhändler an, öffnen von 13 bis 18 Uhr. „Das ist sicherlich für das Weihnachtsgeschäft der wichtigste Tag“, sagt Rainer Schnäbler, Vorsitzender des Werberings. Denn im Dezember gebe es in Alt-Viersen ja keinen verkaufsoffenen Sonntag.

 Rund 50 000 Besucher aus Viersen und der Region besuchen regelmäßig den Martinsmarkt.
Rund 50 000 Besucher aus Viersen und der Region besuchen regelmäßig den Martinsmarkt. Foto: Knappe, Jörg (jkn)

Insgesamt 70 Stände werden in der Fußgängerzone aufgebaut, berichtet Marktorganisator Holger Keller vom Citymanagement. „Das ist alles sehr ausgewählt“, sagt er. Vier bis fünf neue Anbieter seien diesmal vertreten, unter anderem mit Monschauer Senf und Produkten aus Olivenholz, ein Metzger aus Kempen reist mit einem Food-Truck an.

Im Viersener Clubzelt gibt es deftige Kartoffelsuppe

Schuhe, Schmuck, Weihnachtsdeko, Gürtel, Mützen, Bettwaren und Selbstgestricktes bringen die Händler ebenso mit wie Süßwaren, Glühwein und Tee. Hinzu kommen mehrere Imbissbuden, an denen die Besucher zum Beispiel Backfisch, Bratwurst oder Grünkohl mit Mettwurst bestellen können. Im Viersener Clubzimmer, dem Servicezelt der vier Service-Clubs Inner Wheel, Lions, Rotary und Zonta auf dem Remigiusplatz, gibt’s ebenfalls Deftiges: niederrheinische Kartoffelsuppe.

Auch Musik ist Teil
des Marktprogramms

Zum siebten Mal haben sich die Service-Clubs zusammengeschlossen, um ihr Zelt herum präsentieren sich insgesamt neun Wohlfahrtsverbände. Im Clubzimmer können die Besucher an einer Tombola teilnehmen – 1800 Lose können ausgegeben werden, zu jedem gehört ein Gewinn, den Sponsoren zur Verfügung gestellt haben. Mit dem Erlös soll die Aktion Weihnachtswunschbaum zugunsten Viersener Kinder unterstützt werden.

Auch Musik ist Teil des Markt-Programms: Am Sonntag zwischen 13 und 16.30 Uhr spielen eine Blaskapelle und ein Posaunenchor an wechselnden Standorten; um 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr singt der Gospelchor Sound and Spirit an der Ecke Hauptstraße/ Rathausgasse. Darüber hinaus soll das Ensemble des Caracho Event Theaters ab 13.30 Uhr die Besucher bezaubern, kostümiert als Eisprinz und Eisprinzessin. Damit der Markt noch winterlicher wirkt, schalten die Gastgeber zum ersten Mal in diesem Jahr die Weihnachtsbeleuchtung in Form von Mispeln und Sternen ein – jeweils bis 22 Uhr.