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Vermeintliche Kindesentführung in Würselen war wohl Irrtum

Vermeintliche Kindesentführung in Würselen war wohl Irrtum

Würselen. Eine angebliche versuchte Kindesentführung in Würselen bei Aachen hat sich laut Polizei eindeutig als bloße Verwechselung herausgestellt.

Der Fall, der auch in den sozialen Medien für großen Wirbel gesorgt hatte, sei „kurios“, habe aber „zweifelsfrei“ keinen bösen Hintergrund, wie die Polizei am Mittwoch klarstellte. Eine 37-Jährige hatte am Montagabend gemeldet, dass eine Unbekannte ihren Zweijährigen aus dem Autositz ihres Wagen herausnehmen wollte. Es bestand zunächst der Verdacht, dass die Frau und ihre Begleiterin das Kind entführen wollten.

Laut Polizei ergab nun aber eine Zeugenbefragung in der Nähe des „Tatortes“, dass die beiden Frauen zu Besuch bei ihrer Familie in einem Nachbarhaus waren und zum Einkaufen auf einen grauen Van warteten. Mit dem sollte die Schwägerin mitsamt Nachwuchs zurückkehren. Der Van kam dann auch und die vermeintliche Übeltäterin wollte dem kleinen Jungen schon mal heraushelfen - aber es war der falsche Wagen und das falsche Kind. Als die Mutter des Zweijährigen schrie, bemerkte die Frau ihren Irrtum, entschuldigte sich laut Polizei in „holprigem Deutsch“ - und fuhr dann in dem wartenden „richtigen“ Van weg.

Die Frau habe später gegenüber der Polizei und der betroffenen Familie glaubhaft versichert, dass es sich um eine Verwechselung handelte und sie nur habe helfen wollen. Die Kommentare in den sozialen Netzen hätten sich überschlagen, auch als der Vorfall schon geklärt war, berichtete die Polizei. Einige seien „gehässig“, „dumm“ und voller Verschwörungstheorien gewesen. dpa