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NRW: US-Kunst der 60er aus afroamerikanischer Sicht in Köln

NRW : US-Kunst der 60er aus afroamerikanischer Sicht in Köln

Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder Claes Oldenburg sind weltberühmte Vertreter der US-Kunst der 60er und 70er Jahre. Die Ausstellung „Mapping the Collection“ vom 20. Juni bis zum 23. August im Museum Ludwig in Köln rückt nun ganz andere Künstlerinnen und Künstler in den Mittelpunkt.

Sie verdienten „viel mehr Beachtung, weil sie in ihrer Zeit Fragen verhandelt haben, die auch heute noch sehr relevant sind“, sagte Museumsdirektor Yilmaz Dziewior am Donnerstag.

Die Schau wolle die derzeit vorherrschende Erzählung der US-Kunstgeschichte der 60er und 70er Jahre um queere, feministische und postkoloniale Perspektiven erweitern. Thematisiert wird unter anderem die Bildsprache afroamerikanischer Künstler. So kritisierte David Hammons mit Werken wie „Feed Folks“ (1974) oder „Bye-Centennial“ (1976) die US-Regierung dafür, dass sie lieber in öffentliche Darstellungen von Patriotismus investiere anstatt sich dem Kampf gegen Rassismus und Armut zu widmen. Die Ausstellung sei „bestürzend aktuell“, sagte die Kölner Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach. Das Museum Ludwig besitzt die größte Pop Art-Sammlung außerhalb der USA. In der Ausstellung werden Werke aus der eigenen Sammlung mit Leihgaben ergänzt.

Mapping the Collection

(dpa)