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Unwetter über Deutschland - Düsseldorf, Krefeld und Wuppertal kaum betroffen

Unwetterwarnung : Starkregen und Unwetter über Deutschland - Düsseldorf, Krefeld und Wuppertal kaum betroffen

Vollgelaufene Keller, überflutete Fahrbahnen und Unfälle durch Aquaplaning: Feuerwehr und Polizei sind in einigen Teilen Deutschlands erneut wegen Starkregens im Einsatz. An der Region zog das Unwetter weitestgehend vorbei.

Der Deutsche Wetterdienst hat am Sonntagmorgen eine Unwetterwarnung vor schweren Gewittern herausgegeben. Für die Städte Wuppertal, Krefeld und Düsseldorf galt die Warnung ab Sonntagmittag, 12 Uhr biszunächst Montagmorgen, 7 Uhr. In Düsseldorf bis 7:30 Uhr. Um 4:45 Uhr in der Nacht hob der Deutsche Wetterdienst die Nwetterwarnung wieder auf.

Es waren starke Gewitter angekündigt, mit heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Auch Sturmböen mit 65 und 85 km/h (Bft 8 bis 9) und kleinkörnigem Hagel wurde erwartet.

Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten typischerweise sehr lokal auf und treffen mit voller Intensität meist nur wenige Orte, teilt der Wetterdienst mit. Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses können erst mit der Ausgabe der amtlichen Warnungen erfolgen. An Wuppertal, Düsseldorf und Krefeld zog das Unwetter vorbei. Allerdings haben Unwetter mit Starkregen in Teilen Nordrhein-Westfalens und im Norden Bayerns für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. In Ostwestfalen gab es auf den Fernstraßen bis zum Sonntagabend 30 Unfälle durch Aquaplaning, wie die Autobahnpolizei Bielefeld für ihren Bezirk mitteilte. Insgesamt wurden dabei 13 Menschen verletzt. In Münster in Westfalen und in Bayreuth in Oberfranken mussten die Feuerwehren ausrücken, um vollgelaufene Keller leer zu pumpen.

Gewitter, Starkregen und Hagel: Viele Einsätze in ganz Deutschland schon in der Nacht

Unwetterartige Regenfälle und Gewitter haben bereits in der Nacht zu Sonntag in vielen Regionen Deutschlands für zahlreiche Rettungseinsätze gesorgt. Im bayerischen Landkreis Garmisch-Patenkirchen musste ein Gemeinde-Ortsteil evakuiert werden. Dort war nach den starken Regenfällen ein Bach über die Ufer getreten. Betroffen waren nach Angaben der Polizei Dutzende Bewohner.

Die Feuerwehr in Nürnberg berichtete von rund 100 Einsätzen wegen der Unwetter. Überwiegend waren Keller in der mittelfränkischen Stadt vollgelaufen. Mit einem vollgelaufenen Keller hatte auch die Feuerwehr in Westerstede in Niedersachsen zu kämpfen. Hier schlugen die Kohlenmonoxid-Warngeräte der Feuerwehrleute Alarm. Ein Großaufgebot evakuierte das betroffene Gebäude, ehe nach einer entnommenen Wasserprobe Entwarnung gegeben werden konnte.

In Berlin zählte die Feuerwehr wetterbedingt etwa 40 Einsätze seit Samstagabend. Unter anderem rückten die Feuerwehrleute nach einem Blitzeinschlag zu einem Dachstuhlbrand aus. Ansonsten verzeichneten die Retter überwiegend Wasserschäden oder Einsätze wegen loser Bauteile an Gebäude.

(jh/dpa)