Bildung Unterrichtsausfall in NRW soll ab August "schulscharf" gemessen werden

Düsseldorf. Ab August soll an jeder einzelnen Schule Nordrhein-Westfalens eine digitale Erfassung des Unterrichtsausfalls möglich sein. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in Düsseldorf an.

 Unterrichtsausfall lässt sich angesichts des Lehrermangels kaum vermeiden. Bald soll er aber digital erfasst werden.

Unterrichtsausfall lässt sich angesichts des Lehrermangels kaum vermeiden. Bald soll er aber digital erfasst werden.

Foto: Caroline Seidel

Derzeit werde an einem Messsystem gearbeitet. Die CDU/FDP-Regierung will damit ein Versprechen aus ihrem Koalitionsvertrag erfüllen. In den Regierungsjahren von SPD und Grünen hatte es nur stichprobenartige Erhebungen in größeren Abständen gegeben.

Demnach war der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2014/15 mit nur 1,7 Prozent beziffert worden. Dies war von Vielen bezweifelt worden. Derzeit wird der Unterrichtsausfall übergangsweise in einem rollierenden Verfahren gemessen, das nach Angaben des Schulministeriums zwar bereits alle rund 4600 öffentlichen Schulen einschließt, allerdings nur jeweils zehn Tage erfasst. dpa