Auch Wuppertal, Krefeld und Düsseldorf betroffen Superstreik in NRW: Hier drohen massive Einschränkungen

Stillstand im ÖPNV, an Flughäfen und bei der Deutschen Bahn: Der „Superstreik“ am Montag soll in NRW in zahlreichen Bereichen zu massiven Einschränkungen führen – auch in der Region. Der Überblick.

Super-Streik 27.03. NRW: So trifft es Wuppertal, Krefeld, Düsseldorf und Co.
Foto: dpa/Federico Gambarini

Für Montag (27.03.) haben die Gewerkschaften zu einem bundesweiten „Superstreik“ in Deutschland aufgerufen. In NRW gibt es Streikaufrufe in zahlreichen Bereichen. Ein Überblick.

Für das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen seien „starke Verzögerungen bis hin zum Erliegen der Verkehrsdienste in allen genannten Bereichen“ zu erwarten, hieß es in der Mitteilung. Der ADAC NRW riet, wo es möglich ist im Homeoffice zu bleiben oder außerhalb der Stoßzeiten zum Arbeitsplatz zu fahren. Wer mit dem Auto unterwegs sei, solle in jedem Fall mehr Zeit einplanen als sonst, hieß es.

In diesen Bereichen kommt es laut den Angaben zu teils massiven Einschränkungen:

  • In NRW wie im Bund sind von der beispiellosen Warnstreik-Aktion der Fern-, Regional-, und S-Bahn-Verkehr der Deutschen Bahn sowie weiterer Eisenbahn-Unternehmen betroffen. Die Deutsche Bahn kündigte an, dass der Fernverkehr am Montag eingestellt wird, auch im Regionalverkehr in NRW werde kaum ein Zug fahren, erklärte die Deutsche Bahn. „Größtenteils“ werde es zu Ausfällen kommen.
  • Der Flughafen in Dortmund kündigte an, den Flugverkehr komplett abzusagen. An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln wurde mit massiven Auswirkungen gerechnet - zahlreiche Ausfälle bei Flügen wurden erwartet. Die Flughäfen rieten Passagieren dringend, sich bei ihren jeweiligen Fluglinien über den Status ihres Fluges zu informieren.
  • Flächendeckend soll auch der öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) in NRW betroffen sein. Für Krefeld und Wuppertal beispielsweise kündigte die Gewerkschaft wieder Auswirkungen im ÖPNV an. In Krefeld soll es erneut einen Notfahrplan geben und Busse statt Bahnen fahren. In Wuppertal steht die Schwebebahn erneut still, der komplette ÖPNV soll lahmgelegt werden.Die Rheinbahn in Düsseldorf erklärte, dass erneut keine Straßenbahnen und U-Bahnen fahren werden. Nur auf einigen Buslinien könnten Fahrten möglich gemacht werden.
  • Auch bei den kommunalen Häfen und Schleusen, etwa in Duisburg, Minden und im Münsterland, ist zum Streik aufgerufen worden.

Superstreik in NRW: ADAC befürchtet volle Autobahnen

Im Vorfeld des Warnstreiks befürchtete der ADAC für NRW schwere Verkehrsbehinderungen rund um Köln und im Ruhrgebiet. Das gilt vor allem für die A 40 zwischen Duisburg und Essen, wie der ADAC-NRW-Sprecher Thomas Müther sagte. „Die A40 gehört zu den staugeplagtesten Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Nirgendwo in NRW gibt es mehr Staukilometer je Autobahnkilometer als zwischen Duisburg und Essen“. Staus seien außerdem am Kölner Autobahnring auf den Autobahnen 1, 3 und 4 zu befürchten.

Müther wiederholte den Appell des ADAC an Pendler, am Montag möglichst im Homeoffice zu arbeiten. Generell zeige die regelmäßige Staubilanz, dass der Montag nach dem Samstag der stauärmste Werktag ist. Auch das gebe Hoffnung, dass ein Stau-Chaos ausbleiben könnte.

Nordrhein-Westfalen ist nicht nur das bevölkerungsreichste Bundesland, sondern auch Deutschlands Stauland Nummer Eins, wie der ADAC immer wieder konstatiert. Vor der Corona-Pandemie pendelten im Jahr 2019 im Schnitt 4,8 Millionen von 9,3 Millionen Erwerbstätigen in NRW über die Ortsgrenzen hinweg werktäglich zum Arbeitsplatz, wie das Statistische Landesamt ermittelte. Am Streiktag erwartet der ADAC, dass viele Pendler, die den Weg zum Büro nicht vermeiden können, auf das Auto ausweichen und damit die Straßen noch voller werden als sonst.

(wz/dpa)