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Streit um Teststrategie in NRW-Schulen: Sollen bald Eltern testen?

Aktuelle Stunde im Landtag : Streit um Teststrategie in NRW-Schulen: Sollen bald Eltern testen?

Die Änderung der Corona-Teststrategie an Grundschulen hat für scharfe Kritik gesorgt. Die SPD spricht von einem „Kommunikationschaos“. Sollen bald die Eltern testen?

Nach dem Wegfall von PCR-Nachtestungen an Grundschulen fordert die SPD im nordrhein-westfälischen Landtag, die Corona-Teststrategie anzupassen. „Am besten wäre es natürlich, die PCR-Einzeltests auszuweiten und zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, keine Frage“, sagte Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD im Landtag, am Freitag. „Wenn das nicht geht, ist aber auch deutlich, dass nun die Einzeltestungen von den Schulen nach Hause verlagert werden müssen.“

Nach der aktuell geltenden Regelung müssen Grundschüler nach einem positiven PCR-Pool-Test in ihrer Klasse am nächsten Tag nur noch mit einem einzelnen Schnelltest nachgetestet werden. Bisher erfolgte auch die Nachtestung durch eine Rückstellprobe ebenfalls mit einem als genauer geltenden PCR-Test.

„Wir können den Lehrkräften nicht zumuten, alle Kinder selber in der Schule zu testen, in dem Wissen, dass mindestens ein Kind positiv ist“, sagte Ott. „Das ist ein bisschen wie Roulettespiel.“ Eine mögliche Alternative sei es, die Kommunen um Hilfe zu bitten und die Schüler vor Unterrichtsbeginn in Testzentren zu testen. Denkbar sei auch ein komplettes Aussetzen der PCR-Pool-Tests an Grundschulen und die Umstellung auf Schnelltests, wie sie bereits in weiterführenden Schulen genutzt werden, sagte Ott. „Das ist nicht die beste Lösung für die kleineren Kinder, aber es wäre wenigstens eine Lösung.“

(dpa)