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Wuppertaler Autorin Chris Hartmann schickt Detektive ein viertes Mal los

Literatur : Chris Hartmann schickt die Detektive los

Im Jugendzentrum Haßlinghausen stellte die Autorin Teile des noch unveröffentlichen, vierten Bands vor.

Detektivgeschichten sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Reihen wie „Die drei ???“, „Emil und die Detektive“ oder „TKKG“ sind in beinahe jedem Bücherregal zu finden. Auf Spurensuche in der lokalen Umgebung machen sich Tim und seine Freunde. Die Figuren stammen aus der Feder der Wuppertaler Autorin Chris Hartmann. Drei Bände mit Detektivgeschichten über den jungen Wuppertaler und seine Abenteuer hat sie bereits veröffentlicht. Am Mittwoch stellte die Autorin einen Abschnitt aus ihrem noch nicht erschienenen vierten Band vor.

Das Werkstattgespräch mit der Autorin war im Rahmen eines Ferienprojektes für Kinder ab zehn Jahren geplant. Das Auditorium blieb coronabedingt allerdings eher überschaubar. Karin Kinder, Mitarbeiterin des Haßlinghauser Jugendzentrums, freute sich trotzdem über den Besuch: „Sie war ja schon einmal hier, damals für eine Schreibwerkstatt“, berichtete Kinder. Diesmal allerdings sollte eher die Begegnung mit der Autorin im Vordergrund stehen. „Schließlich haben Kinder immer viele Fragen an Autoren“, so Kinder. Fragen wie „Was verdient man als Autor?“ oder „Wie lange haben Sie an Ihrem ersten Buch geschrieben“, hört Hartmann öfter.

Zum Verdienst erklärte sie, dass sie eine zehnprozentige Beteiligung erhält. An ihrem ersten Buch habe sie auch am längsten geschrieben. Die folgenden zwei Fälle seien dann „relativ schnell“ fertig gewesen. „Die Gespräche können dabei helfen, beim nächsten Buch Anregungen der Leser zu berücksichtigen und so besser auf die Wünsche der Zielgruppe einzugehen“, erklärte Hartmann. Die gängige Annahme, junge Menschen würden kaum noch lesen, hält sie für falsch. Mit ihren Lesungen möchte sie ihren Teil dazu beitragen, noch mehr Kinder zum Lesen zu motivieren. Und ihre Geschichten sollen natürlich ebenfalls dabei helfen.

Weitere Lesungen hängen vom Infektionsgeschehen ab

Hartmanns bisherige drei Bücher der Detektivreihe handeln von verschiedenen Fällen, die Tim mit seinen Freunden Frederick und Sonny lösen muss. Im ersten Werk Hartmanns, „Stille Wasser oder der Beyenburger Fall“, wird Tims Onkel Rudolf tot im Beyenburger Stausee gefunden. Bei den Nachforschungen, die die drei Freunde eigenmächtig anstellen, kommen sie einem Familiengeheimnis auf die Spur. Im zweiten Band, „Langer Atem oder der Ölberger Fall“, muss Tim schließlich zu seinem anderen Onkel Paul auf den Ölberg ziehen. Aber auch hier wird er schnell in einen Fall im Nachbarhaus verwickelt. „Dickes Fell oder der Cronenberger Fall“ heißt der zuletzt erschienene Teil der Reihe. „Hier ist Tim mit einigen merkwürdigen Ereignissen in einem Theaterkurs in den Sommerferien beschäftigt“, erklärt Hartmann und ergänzt: „Besonders spannend wird der dritte Teil dadurch, dass er und seine Freunde dem zuständigen Polizeikommissar versprochen haben, keine Fälle mehr eigenständig zu lösen.“

Doch klar ist natürlich auch, dass sich echte Detektive nicht so leicht abschütteln lassen. Und so gibt es auch einen vierten Teil, aus dem Hartmann leidenschaftlich vorlas. Die wenigen Zuhörer konnten sich dabei gut in die Rolle der Figuren hineinversetzen. Etwa bei einer Nachtwanderung durch den Wald. Viele Informationen zu ihrem neuen Werk gab Hartmann allerdings noch nicht preis. Nur so viel zur Geschichte: Nach dem Fund eines historischen Schädels müssen Tim und seine Freunde das archäologische Geheimnis lüften und treffen dabei auf viele Hindernisse.

In Zukunft soll es weitere Lesungen in Stadtteilbibliotheken, Schulen und Buchhandlungen geben. Bei den Terminen müsse man allerdings die Corona-Pandemie im Blick behalten, so Hartmann.