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Was machen eigentlich Apotheker, Techniker oder Buchhändler?

Was machen eigentlich Apotheker, Techniker oder Buchhändler?

34 Unternehmen öffnen ihre Tore für die Viertklässler.

Sprockhövel. Was passiert eigentlich in einer Maschinenfabrik? Wie arbeitet ein Kunstglaser? Und was macht ein Autoverkäufer, wenn er keine Autos verkauft? Fragen, die sich wohl viele Menschen schon einmal gestellt haben und die auch Kinder interessieren. Beim diesjährigen Stöbertag am Dienstag, 28. Mai, haben 210 Viertklässler die Gelegenheit, Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

34 Unternehmen aus Sprockhövel und den Nachbarstädten haben sich bereiterklärt, Kindern einen Einblick in die Arbeitswelt der Erwachsenen zu geben. „Der Stöbertag ist seit Jahren eine Erfolgsgeschichte, gerade die Schulen haben großes Interesse am Stöbertag“, sagt Peter Schröter vom Jugendamt. Vor Jahren hatte er den ersten Sprockhöveler Stöbertag initiiert — nach belgischem Vorbild und mit Unterstützung des Landesjugendamtes.

Mittlerweile ist das Projekt zwar kein Selbstläufer, aber doch in den Köpfen der Schüler und Betriebe fest verankert. „Vor einigen Jahren hatten wir so viele Betriebe, dass wir kaum alles unterbringen konnten. In den letzten Jahren ist es aber etwas weniger geworden“, so Schröter. Mal seien innerbetriebliche Änderungen Schuld, mal gebe es die Unternehmen einfach nicht mehr.

In diesem Jahr dabei sind Polizei und Feuerwehr, Dienstleister und Einzelhändler, Banken und Sparkassen, Industrie-Unternehmen und auch soziale Einrichtungen. Die Kinder erhalten am Stöbertag spannende Einblicke und dürfen in vielen Betrieben auch mal selbst Hand anlegen.

So wurden in den vergangenen Jahren Salben in der Apotheke gemischt, im Pflanzencenter wurden Blumen gepflanzt und beim Tierarzt durften die Kinder einem Stofftier einen Verband anlegen. Die Erlebnisse des Stöbertags werden in den Schulen anschließend nachbearbeitet — schließlich müssen die vielen Erlebnisse verarbeitet werden.

Um an einem Vormittag möglichst mehrere Betriebe kennenzulernen, sind die Schüler in Kleingruppen unterwegs, Eltern und Großeltern unterstützen die Lehrer bei der Betreuung. Die Verkehrsbetriebe WSW, VER und BoGeStra gestatten allen Stöbertag-Kindern die kostenlose Nutzung der Linienbusse für den problemlosen Ortswechsel.