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Vesper hat 2011 viel vor

Vesper hat 2011 viel vor

Der Hotelier freut sich über ein gutes Geschäft. Auch die Promis golfen wieder in Schee.

Schee. Die meisten der Golfcarts stehen noch unter dem Schutzdach. Das Wetter spielt nicht so wirklich mit, obwohl Golf-Hotelier Arnt Vesper den Start der Saison herbeisehnt. Doch auch, wenn derzeit nur wenige Bälle über die Bahnen fliegen, klagen muss Vesper garantiert nicht. „Das Hotel ist gut ausgebucht“, sagt er. Ein Blick auf den Parkplatz bestätigt diesen Eindruck.

67 Zimmer hat das Hotel zu bieten. Fast schon zu wenig „Es ist schwer, alle Anfragen abzudecken“, räumt Vesper ein. Sehr gut sei die Wochenauslastung, viele Geschäftsreisende sind in Schee zu Gast. Dazu kommen natürlich auch Golftouristen. „30 Prozent unserer Gäste sind aus dem Ausland“, sagt der Hotelier stolz, der aus Zeitgründen selbst nur noch selten auf der eigenen Anlage golft.

Außerdem finden noch etwa 120 Hochzeiten pro Jahr bei Vesper statt. Irgendwann seien dann die Kapazitätsgrenzen erreicht. Mehrfach habe Vesper schon Tagungen in seinem Haus absagen müssen — weil er die Teilnehmer nicht unterbringen konnte. Das tue weh, aber lieber habe er Zimmer an Stammgäste vergeben.

„Die wollen wir doch nicht vergraulen.“ Die Kooperation mit anderen Hotels sei da keine Lösung. „Die Leute kommen zu uns, weil sie gerade das Grüne wollen.“ Erst 2010 war der erweiterte Hotelbau nach einigen Verzögerungen fertig, die Bettenzahl nahezu verdoppelt worden. Eine weitere Vergrößerung, so Vesper, sei derzeit aber nur ein Gedankenspiel.

Erst einmal steht der Bau des Wellnessbereichs an. Bis zum Herbst soll das „Ves-Spa“ fertig sein und auf 750 Quadratmetern unter anderem ein türkisches Dampfbad, Fitnessraum und eine Salzgrotte bieten. „Das schafft uns gerade in den Wintermonaten mehr Möglichkeiten.“

Verzögerungen gab es hingegen auch beim geplanten Ausbau der Parkplätze. Bekanntlich sollen drei Golfbahnen umgewandelt werden — auf einer von ihnen (im Bild oben rechts) sollen dann 200 Stellplätze entstehen. „Die brauchen wir dringend“, sagt Vesper schon im Hinblick auf den Herbst. Denn das „Ves-Spa“ soll nicht nur Hotelgästen zur Verfügung stehen. „Dann wird’s knackedicke voll.“

Doch bis die Arbeiten für die Parkplätze starten können, wird noch einige Zeit vergehen. „Der Bebauungsplan wird vorbereitet, mindestens ein halbes Jahr wird es aber noch dauern“, erklärt dazu Bernd Woldt, der Beigeordnete der Stadt. Er macht Vesper allerdings Hoffnung: „Ich sehe keine großen Hindernisse mehr.“