1. NRW
  2. Sprockhövel

Umfrage: Sprockhövel sucht Ideen für attraktive Innenstädte

Wirtschaftsförderung und Citylab Südwestfalen schließen am Mittwoch ihre Umfrage ab : Ideen für attraktive Innenstädte gesucht

Bis Mittwoch läuft eine Umfrage von Stadt und Citylab Südwestfalen. Die Wirtschaftsförderung will aus ihr konkrete Handlungsempfehlungen ableiten.

„Wie attraktiv sind die Einkaufsstraßen in Haßlinghausen und Niedersprockhövel?“ – unter diesem Motto fand im Rahmen des Projektes City Lab Südwestfalen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Sprockhövel vom 9. September bis zum 7. Oktober eine Attraktivitätsumfrage statt. Noch heute, am letzten Tag der Umfrage, haben Einwohner, Besucher, Touristen und Innenstadtakteure die Möglichkeit, die Innenstädte von Haßlinghausen und Niedersprockhövel zu bewerten – zu finden ist die Umfrage auf der Homepage des Projektes City Lab Südwestfalen (www.citylab-swf.de/news/umfrage).

„Zur Vorbereitung der Umfrage wurde unter der Leitung von City Lab Südwestfalen am 8. Juli zunächst der Fragenkatalog entwickelt“, berichtet Maren Schlichtholz, Wirtschaftsförderin der Stadt Sprockhövel. Hierzu haben sich zwei getrennte Gruppen, sogenannte Fokusgruppen, zusammengefunden und an den Fragen gearbeitet. „Die eine Gruppe bestand aus Kunden und Einwohnern, die andere aus Innenstadtakteuren, zwei Einzelhändlern, dem Stadtmarketing und mir als Wirtschaftsförderin.“ Dabei entstand ein Katalog aus 15 Fragen, der sich gezielt auf verschiedenste Aspekte der Innenstadt bezieht: „Bei einem Teil der Umfrage wird nach dem Optischen gefragt, also zum Beispiel nach der Einbindung von Begrünung, dem gesamten Erscheinungsbild oder auch dem Aussehen der Ortseingänge“, fasst Schlichtholz zusammen. „Ebenso wird das Angebot in der Innenstadt angesprochen, beispielsweise wie die Qualität der Geschäfte ist und ob die vorhandene Gastronomie ausreicht. Auch auf die Mobilität innerhalb und die Erreichbarkeit der Stadt beziehen sich die Fragen.“

Nach dem Ende der Befragungsphase werden die Ergebnisse der Umfrage ausgewertet und ein Attraktivitätsprofil für beide Stadtteile erstellt. Aus diesem Profil ließen sich dann „entsprechende Maßnahmen zum Erhalt beziehungsweise zur Verbesserung der Innenstadt-Attraktivität“ ableiten, wie die Stadt Sprockhövel verkündet. „Die ausgewerteten Ergebnisse geben der Stadt mögliche Handlungsideen und ein Bild darüber, wie die Attraktivität einer Innenstadt definiert wird. Daraus kann man dann konkrete Maßnahmen ableiten und diese umsetzen“, erläutert Schlichtholz. „Wir möchten nicht, dass das nur eine weitere Umfrage ist und es dann bei dieser bleibt.“ Vielmehr wolle man sie als Grundlage für Änderungsmaßnahmen nutzen.

Ob es letztendlich zu konkreten Änderungen kommt, hänge von der Stadt ab, berichtet Lisa Zölzer vom Projekt City Lab Südwestfalen. „Wir werten die Ergebnisse aus und leiten diese dann an die Stadt weiter.“ Neben Niedersprockhövel und Haßlinghausen nehmen noch 24 weitere Kommunen am Projekt City Lab Südwestfalen, das seit Oktober letzten Jahres besteht, teil. Gefördert wird es vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, Projektpartner sind die Industrie- und Handelskammern aus Arnsberg und Hagen sowie die FH Südwestfalen und TU Dortmund.

„Ziel des Projekts ist, die Attraktivität und Aufenthaltsqualität für Einwohner, Besucher, Touristen und Innenstadtakteure in den Innenstädten von Südwestfalen zu steigern. Vor allem liegt auch die digitale Stärkung der Unternehmen im Fokus“, so Zölzer. Mit einer Dauer von insgesamt drei Jahren sei es hierzu in zwei Phasen gegliedert. Die Attraktivitätsumfrage sei Teil der ersten Phase des Projekts: „In der ersten Phase geht es darum, den Ist-Zustand der jeweiligen Kommunen zu bestimmen. Zeitgleich wurde in der ersten Phase mit Hilfe einer Szenario-Analyse ermittelt, wo die Innenstädte 2030 stehen werden“, erläutert Zölzer. „Wenn bei der Umfrage etwa nach dem Stand der Digitalisierung der Geschäfte gefragt wurde und dieser eher negativ bewertet wird, kann dies beispielsweise durch Qualifizierungsmaßnahmen verbessert werden.“ In der zweiten Projektphase folge, dass man zwei Modellkommunen auswähle, die darauf vor Ort von einem Kümmerer begleitend bei ihren Projekten unterstützt werden.