TSG kommt nicht über ein 3:3 in Rheine hinaus

TSG kommt nicht über ein 3:3 in Rheine hinaus

Oberligist reichte auch die Überzahl nicht zum Sieg.

Sprockhövel. Andrius Balaika, Trainer der TSG Sprockhövel, fährt nicht gerne mit seinem Team nach Rheine. Das bestätigte sich mal wieder beim gestrigen 3:3 (1:0) beim FC Eintracht Rheine.

Schließlich spielte die TSG nicht nur knapp 70 Minuten in der Überzahl. Durch Tore von Xino Kadiu (20./Foulelfmeter) und Maximilian Claus (60.) lagen die Gäste sogar mit 2:0 in Front und sahen auch nach Chancen wie der sichere Sieger aus. Wenn man sich dann allerdings in der Nachspielzeit über den 3:3-Ausgleich freuen muss, dass man nicht das Spiel sogar noch verloren hat, muss bei den Baumhof-Kickern irgendwo etwas nicht gepasst haben.

Balaika sprach seine Elf zumindest von Nachlässigkeiten frei. „Die Einstellung und die Leistung meiner Mannschaft waren wieder sehr gut. Natürlich wären wir bei besserer Ausnutzung erst gar nicht in Bedrängnis gekommen. Aber das, was ab der 70. Minute passierte, habe ich bisher weder als Spieler noch als Trainer erlebt“, haderte der 39-Jährige mit Schiedsrichter Bernd Westbeld und seinen Assistenten. Sowohl der Anschlusstreffer zum 2:1 (69.) als auch das 2:2 von Rheine waren laut Balaika aus Abseitspositionen entstanden.

„Die Krönung“ kam für den ehemaligen Litauischen Nationalspieler in der 85. Minute: An der Seite der Mittellinie beförderte ein Rheiner den Ball ins Aus. Während der Linienrichter den Ball Sprockhövel zusprach und sich sowohl die TSG-Akteure als auch die heimischen Spieler Richtung Rheine-Tor aufmachten, pfiff der Feldschiedsrichter die Spieler zurück und kassierte die Entscheidung.

Ein Rheine-Spieler agierte schnell und spielte den Ball zu Top-Stürmer Timo Scherping, der zum 3:2 für die Gastgeber einschoss. „Das waren auch die einzigen Aktionen von denen“, ärgerte sich Balaika.

Die TSG stürmte danach weiter Richtung Rheine-Tor und kam dank Aziz Budak zum mehr als verdienten Ausgleich. „Wir fühlen uns um den Sieg betrogen“, sagte Balaika sichtlich enttäuscht. e.ö.

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