TSG-Kicker lernen Unternehmen kennen

TSG-Kicker lernen Unternehmen kennen

Der Verein kooperiert mit Firmen, um den Jugendlichen Anregungen für ihre berufliche Zukunft zu geben. Das Projekt soll Kreise ziehen.

Sprockhövel. Die TSG Sprockhövel lässt bei der Jugendarbeit den Worten Taten folgen. Gemeinsam mit der Haßlinghauser Firma Fröhlich und Dörken hat der Verein das Angebot „Club-meets-Business“ ins Leben gerufen. Damit beweisen die Verantwortlichen, dass sie die Erfolge ihrer Regionalliga-Mannschaft vor allem dazu nutzen, die Jugendarbeit des Vereins voranzutreiben.

Mit 16 Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren besuchte die TSG-Fußballabteilung die Räume des Kugellager-Spezialisten an der Stefansbecke. „Wir sind immer bestrebt, unsere Partnerschaften auch über Projekte hinaus zu unterstützen und entsprechend zu intensivieren“, sagt Geschäftsführer Ismael Klein.

Die „Hoffnungsflotte“ beispielsweise unterstützt das Unternehmen nicht nur finanziell. Drei Auszubildende fahren regelmäßig auf dem Schiff mit. „Natürlich wollen sie alle Profis werden. Doch wir wollen denjenigen, bei denen es zur großen Karriere doch nicht reicht, zeigen, was einzelne Branchen und Firmen bieten und verlangen“, sagt der frühere Basketballspieler. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der TSG hatte er die Idee zu dem Projekt und sieht darin eine nützliche Ergänzung der Vereinsarbeit und eine Chance für die Jugendlichen.

„Das ist doch eine super Sache. Als ich mich hier beworben habe, wusste ich nicht, was auf mich zukommt“, sagt Louisa Hoppe, die mit zwei anderen Auszubildenden die Vereinsbesucher durch die Abteilungen des Unternehmens führt. Sie selbst ist im dritten Lehrjahr zur Groß- und Handelskauffrau. Die 20-Jährige brachte mit ihren jungen Kollegen den Nachwuchskickern die Ausbildungsberufe des Unternehmens näher und antwortete auf ihre Fragen. „Die Jugendlichen sprechen dieselbe Sprache und können lockerer miteinander umgehen“, betont Ismael Klein die Vorteile der Kooperation.

„Ach, Sie machen gar keine Fische?!“ sagt ein TSG-Kicker überrascht. Er hatte den Radlager-Profi mit dem Lachsspezialisten Fröhlich aus der Verwandtschaft des FuD-Anteilseigners verwechselt. „So lernen die Jugendlichen die örtlichen Unternehmen genauer kennen. Ich habe mitbekommen, dass sich einige nach dieser Veranstaltung bei Fröhlich und Dörken bewerben wollen“, sagt Jürgen Meister. Er betrachtet die Initiative als gelungen. Schließlich sei es für den Verein in doppelter Hinsicht ein toller Erfolg. „Wir können sowohl den Jugendlichen als auch unseren Sponsoren einen Mehrwehrt an Service anbieten, indem wir sie miteinander zusammenbringen.“

Der A-Jugend-Coach und Jugendkoordinator der TSG, Patrick Rohde, sieht das Projekt ebenfalls als einen wichtigen Mosaikstein der regionalen Jugendarbeit. „So wissen die Jugendlichen, dass uns nicht nur ihr fußballerisches Talent, sondern auch die schulische und berufliche Entwicklung wichtig ist.“

Laut Jürgen Meister soll das auf keinen Fall ein einmaliges Projekt bleiben. Die nächsten Gespräche mit weiteren Partnern seien schon weit vorangeschritten.

Mehr von Westdeutsche Zeitung