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Tanzworkshop: Wie die echten HipHop-Stars

Tanzworkshop: Wie die echten HipHop-Stars

1000 Kinder und Jugendliche lernten von Star-Choreograph Detlef D! Soost im Sportpark Hiddinghausen neue „Moves“.

Hiddinghausen. Dass im Hiddinghauser Sportpark offensichtlich schwer geschuftet wurde, konnten die Besucher am Sonntag regelrecht riechen: In der Luft lag der eigentümliche Duft von vielen, vielen Körpern, die sportlich aktiv waren. 350 Kinder beim Kids Club am Vormittag und 650 Jugendliche im HipHop-Club wollten nachmittags zeigen, wie ihnen der Rhythmus im Blut liegt. Denn als oberster Übungsleiter motivierte Detlef D! Soost.

Jeder, der sich ein bisschen für Tanz, Casting und Privatfernsehen interessiert, kann mit seinem Namen etwas anfangen. Die 1000 Teilnehmer der beiden Workshops dürfen eindeutig als Fans des Berliner Startänzers eingestuft werden. "Ich freue mich seit Wochen auf den Kurs", so Eren.

Dicht gedrängt wie Ameisen versuchten Yvonne, Yussuf und Andris in ihrem Areal das nachzutanzen, was der berühmteste Vortänzer der Nation auf seinem Podest vormacht. "I-don’t-think-you-know-who-really-rocks- this-Show" sprach er den Songtext, zu dem er sich mit seiner Superstar Dance Sensation eine wie immer "total coole Choreo" (O-Ton Yvonne) ausgedacht hatte.

"Hast Du mitgemacht oder Dir bloß die Backe festgehalten?", fragte der in Schlabbershirt und legere Jeans gekleidete Popstar-Macher grinsend und forderte "na klar, wir alle zusammen geben noch mal Vollgas. Das ist jetzt der zweite Atem!"

Zu allen ist Detlef nett und freundlich, lässt aber keinen Zweifel daran, dass die Maxime "Übung macht den Meister" gilt und dafür Schweiß der Preis ist. "Welchen Vorteil hast Du, wenn Du jetzt quatscht?", fragte er in einen Pulk kichernder Mädchen. "Ihr könnt nicht besser werden, wenn ihr nicht mitmacht."

Mit einem Sprung kam der Berliner von der Bühne gehopst, mischte sich unter seine Schüler und zeigte noch einmal den "Move". Anschließend teilte er die 650 Jugendlichen in vier Gruppen auf. Jedes Viertel durfte einzeln vortanzen. "Nur Mut. Ab nach vorne. Wir sind hier nicht in der Kita", witzelte er. Ein "fetter Applaus" honorierte die Leistungen.

"Hey, wir sind die Dance Sensation, nicht ein Altersheim. Das geht besser", forderte er lautstärkeren Beifall, um dann die "letzte Runde für diese Choreo" einzuläuten. Denn den fünfstündigen Workshop bestritt der wegen einer gewissen Strenge zwar gefürchtete, aber beliebte Tänzer nicht alleine. Mitstreiter an seiner Seite waren auch am Nachmittag die Choreographen Julie Denise, Kenny, David Moore und Nick Wilson.

Doch bevor man sich in deren Obhut begab, musste noch ein wichtiges Requisit ergattert werden: eine Autogrammkarte von Detlef. Wie es sich für einen Star zum Anfassen gehört, unterschrieb er zum Abschluss seines Arbeitstages Karte um Karte.