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Stadt Sprockhövel muss auf Weihnachtsmärkte verzichten

Adventszeit : Stadt Sprockhövel muss auf Weihnachtsmärkte verzichten

Die Nachricht überrascht nach vielen Veranstaltungsabsagen nicht mehr, ist jetzt aber amtlich: In Sprockhövel wird es in diesem Jahr keine Weihnachtsmärkte geben. Sowohl der vom Werbering organisierte Weihnachtsmarkt in Haßlinghausen, als auch der von der Wirtschaftlichen Interessenvertretung (WIS) in Niedersprockhövel geplante Markt fallen der Corona-Pandemie zum Opfer.

Dabei hatte Lutz Heuser als Vorsitzender der Gewerbetreibenden in Niedersprockhövel bis zuletzt gehofft, doch auf irgendeine Art und Weise einen Weihnachtsmarkt organisieren zu können. „Wir wollten nichts unversucht lassen, den Menschen unter Einhaltung der geltenden Regeln einen Weihnachtsmarkt zu bieten“, berichtet Heuser. So gab es bereits Überlegungen, statt eines großen Marktes mehrere kleine anzubieten – jeweils einen oberhalb, in der Mitte und im unteren Bereich der Hauptstraße. „Doch in der aktuellen Situation ist nicht abzusehen, ob dies am Ende möglich sein wird“, sagt Heuser bedauernd. Deshalb seien die Planungen eingestellt worden.

Ferner werde die WIS nicht für verkaufsoffene Sonntage werben. Hintergrund seien dabei nicht nur die laufenden Klagen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. „Natürlich finde ich es nicht gut, dass Verdi versucht, die verkaufsoffenen Sonntage zu verbieten. Es sollte allein den Händlern obliegen, ob sie an den vier Adventssonntagen öffnen wollen oder nicht. Nur aufgrund der aktuellen Situation halte ich es für unangebracht, noch Leute aus der Umgebung anzulocken“, erklärt der Werbefachmann.

In Haßlinghausen gibt es Weihnachtsbeleuchtung

Als Alternative zu Weihnachtsmarkt und Co. werden ab der kommenden Woche wieder die Fenster der Sparkasse Sprockhövel aufleuchten – denn der Fenster-Adventskalender kann trotz Corona stattfinden. Auch in diesem Jahr haben Kinder der Sprockhöveler Kindergärten und Grundschulen wieder Bilder gemalt, von denen 24 ausgewählt wurden und ab 1. Dezember ausgestellt werden. Jeweils eines pro Tag ist dann hinter einem Fenster zu sehen. „Wir sind froh, wenigstens so etwas für die Menschen tun zu können“, sagt Heuser zufrieden. Auch in Haßlinghausen, wo der Weihnachtsmarkt bereits länger abgesagt ist, muss keiner auf Adventsstimmung verzichten. Michael Menke, Besitzer des gleichnamigen Baumpflege- und Garten- und Landschaftsbauunternehmens sowie Elektroinstallateur-Meister Thorsten Asbeck haben die Anbringung und Pflege der Laternen- und Kastanienbaumbeleuchtung übernommen. „Dafür sind wir sehr dankbar. Durch die fehlenden Einnahmen der Standgebühren der Trödelmärkte und des Nachtschlags hätten wir es uns als Verein gar nicht leisten können, die Beleuchtung aufzubauen“, sagt Wolfgang Weiss, stellvertretender Vorsitzender des Werberings in Haßlinghausen.