Sprockhövels Zukunftsmanagerin nimmt im August ihre Arbeit auf

Kommissionsarbeit : Sprockhövels Zukunftsmanagerin nimmt im August ihre Arbeit auf

Corinne Romahn (26) wird ab dem 1. August mit der Zukunftskommission kooperieren.

In ihrer letzten Sitzung hat die Sprockhöveler Zukunftskommission die Weichen für ihre eigene Zukunft gestellt. Sie kündigte zum einen drei neue Arbeitsgruppen an und präsentierte zudem die lang geforderte Zukunftsmanagerin. Der Kommissionsvorsitzende Bodo Middeldorf (FDP) und der Erste Beigeordnete der Stadt Volker Hoven waren sich sicher, dass sie sich mit der Einstellung von Corinna Romahn auch methodische Kompetenz nach Sprockhövel geholt haben.

Obwohl Romahn ihren Dienst offiziell erst am 1. August antritt, nahm sie bereits am Montagabend an der Sitzung teil. Die gebürtige Gelsenkirchenerin konnte sich so zum einen der zuständigen Gruppe vorstellen und erhielt zum anderen gleich einen Einblick in ihr künftiges Aufgabenfeld. Dass sie dieses inbesondere am Anfang nicht alleine bestellen muss, bekräftige Middeldorf in seiner Vorstellung. Er betonte aber auch: „Viel Eingewöhnungszeit wird sie nicht haben, aber vielleicht ist das ja auch gut. Dann ist man direkt in der Arbeit drin. Wir werden sie aber nicht alleine lassen.“ Das betonte auch Wolfram Junge von der SPD.

„Ich freue mich auf die spannende Aufgabe. Zu den Herausforderungen gehört es, mit den Bürgern in Kontakt zu kommen“, sagte Corinna Romahn, die aktuell für das Bochumer Bildungszentrum QMB arbeitet, noch recht zurückhaltend, ehe sie sich von den Kommissionsmitgliedern Wolfram Junge und Helga Wieland-Polonyi (WfS) die bisherige Arbeit erklären ließ.

Beide machten deutlich, dass sie sich auf die Zusammenarbeit mit der Zukunftsmanagerin freuen. Bei aller Freude war ihnen aber auch der Wunsch nach einer Professionalisierung der Arbeit anzumerken. Junge betonte dabei, dass nicht alle Ideen der Bürger hinsichtlich der Quartiers-entwicklung leicht umzusetzen seien. Die Idee einer „neuen Stadt“ in Obersprockhövel, die alle fünf Stadtteile verbindet, gehöre dazu.

Grundsätzlich seien die Sprockhöveler laut Wolfram Junge nicht unzufrieden. Dennoch sei es wichtig, der Bürgerschaft durch die Arbeitsgruppen ein Ohr zu geben und ihre Interessen wahrzunehmen. Das gilt auch für das Thema „Gymnasium in Sprockhövel“, über das Helga Wieland-Polonyi der Zukunftsmanagerin einen kurzen Überblick gab. Ob die kurze Ausführung allerdings gereicht hat, um Corinne Romahn aufzuzeigen, welche Tragweite das Thema in Sprockhövel hat, ist zweifelhaft. Hier wird Romahn noch mehr Input brauchen, wenn sie erst einmal ihren Dienst antritt.

Dass Corinne Romahn mit großem Eifer an ihre neue Aufgabe herantritt, zeigte sich in der Sitzung am Montagabend deutlich. Sie machte sich viele Notizen zu Ideen, die sie bis zum 1. August noch weiter ausarbeiten will.

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