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Sprockhöveler Vereine und Initiativen können sich für Finanzspritze bewerben

Förderprogramm : Sprockhöveler Vereine und Initiativen können sich für Finanzspritze bewerben

Bürgermeisterin Sabine Noll lobt das Förderprogramm „2000 x 1000 Euro für das Engagement“. Sie sagt: „Jeder Euro, der ausgezahlt wird, landet an der richtigen Stelle.“

Engagierte, zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen im Ennepe-Ruhr-Kreis können in diesem Jahr erstmals vom Landesprogramm „2000 x 1000 Euro für das Engagement“ profitieren. NRW-weit sollen jährlich 2000 Vorhaben gefördert werden, die das bürgerliche Engagement stärken. Dabei wird das Schwerpunktthema jedes Mal wechseln, bei der Premiere lautet es „Gemeinschaft gestalten – engagierte Nachbarschaft leben“.

Sprockhövels Bürgermeisterin Sabine Noll hält große Stücke auf das Förderprogramm. „Jeder Euro, der hier ausgezahlt wird, landet an der richtigen Stelle“, ist sie überzeugt. „Ich kann nur jeden ermuntern, sich mit den Förderrichtlinien auseinanderzusetzen und sich darauf zu bewerben.“

 Alle Sprockhöveler Bürger, die sich ehrenamtlich in der Stadt engagieren, seien unverzichtbar für den Erhalt des sozialen Miteinanders und tragen zum Gemeinwohl der Gesellschaft bei, betont die Bürgermeisterin. „Das ehrenamtliche Engagement kann gar nicht hoch genug anerkannt werden.“

Als beispielhafte Ideen für Vereine, Organisationen und Co., die die Summe von 1000 Euro erhalten können, nennt das Land Besuchsdienste, Adventsnachmittage für ältere Menschen oder Aktionen für Ortsteile, die vom Hochwasser betroffen sind. Förderfähig sind alle entstandenen Kosten wie beispielsweise Ausgaben für Material oder Öffentlichkeitsarbeit. In einem bestimmten Umfang können zudem Arbeitsstunden geltend gemacht werden. „Die im Kreis ehrenamtlich Engagierten leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Daher ist das Ziel der Landesregierung, genau sie und ihre Organisationen und Initiativen zu unterstützen, ein guter Ansatz“, begrüßt Landrat Olaf Schade das Programm.

Grundvoraussetzung für die Förderung, die nicht zurückgezahlt werden muss, sind Projektmindestausgaben von 1000 Euro, so die Pressemitteilung. Hierauf nicht angerechnet werden die Kosten, die unabhängig vom Projekt angefallen wären. Dies gilt unter anderem für Büromieten, Kosten für Internetverträge oder Kontoführungsgebühren. Umgesetzt sein muss die Idee bis zum 31. Dezember. Realisiert werden darf sie aber erst, wenn die Förderzusage vorliegt.

„Landesweit stehen rund zwei Millionen Euro zur Verfügung, in den Ennepe-Ruhr-Kreis fließen 39 000 Euro. Ich bin mir sicher: Sie werden abgerufen werden. Die Engagierten dürften sich über diesen niederschwelligen Zugang zu einer Förderung freuen“, ist sich Rahsan Ina Backoff aus der Kreisverwaltung sicher. Kern des einfach gehaltenen Antragsverfahrens ist eine kurze Projektbeschreibung inklusive einer Aufstellung der voraussichtlich förderfähigen Ausgaben. Wer sich anmelden möchte, muss sich sputen. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 1. November. mli

(mli)