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Sprockhöveler Rat besetzt am Donnerstag die städtischen Ausschüsse neu

Politik : Rat besetzt am Donnerstag die städtischen Ausschüsse neu

In der Glückaufhalle beschäftigen sich die Mitglieder des Gremiums einmal mehr um organisatorische Fragen. Die Fraktionsvertreter hoffen auf schnelle Entscheidungen.

Bei der zweiten Sitzung des Sprockhöveler Stadtrates nach der Kommunalwahl im September werden vornehmlich organisatorische Fragen zu beantworten sein. Vor 14 Tagen war die erste Sitzung nämlich nach 90 Minuten abgebrochen worden – nach gerade einmal zwei Tagesordnungspunkten, da ein Ratsmitglied bei der Wahl der drei Stellvertreter von Bürgermeisterin Sabine Noll den Ablauf der Sitzung derart in die Länge zog, dass andere Fragen nicht mehr geklärt werden konnten (WZ berichtete).

„Das ist ein demokratischer Ablauf. Das gehört mit dazu“, erklärte Helga Wieland-Polonyi hinterher ihr Verständnis. Dass es am Donnerstag zu ähnlichen Verzögerungen kommt, ist zwar nicht auszuschließen, vom Gegenteil gehen allerdings die Fraktionsvertreter aus, wenn es um die Besetzungen der Ausschüsse geht.

Wolfram Junge (SPD) forderte bereits vor 14 Tagen dazu auf, sich an die Vereinbarungen aus den interfraktionellen Gesprächen, die vor der Ratssitzung geführt worden waren, zu halten und die Arbeit des Gremiums nicht aufzuhalten. So wie der SPD-Chef dachten auch andere Parteienvertreter. Denn eigentlich galt die Wahl von Thorsten Schulte, Alexander Karsten und Marion Prinz als Stellvertreter als reine Formsache. Um eine solche geht es allerdings auch am Donnerstag in der Glückaufhalle.

Noll will endlich die Sachthemen in Sprockhövel angehen

So könnte die Sitzung erneut schnell vorüber sein, wenn sich die Mitglieder einig zeigen, die vorab vereinbarte Liste vorschlagen und verabschieden. Falls nicht, könnte es erneut zu langwierigen Wahlschlachten kommen. Schon die Besetzung des Verwaltungsrates der Sparkassen und Regionalvertreter könnte Interessenkonflikte auslösen. Am Ergebnis wird eine langwierige Wahl wohl trotzdem nichts ändern, lediglich Zeit kosten.

Das will Bürgermeisterin Sabine Noll, die die Sitzung am Donnerstag erstmals von Beginn an leiten wird, verhindern. „Die Bürger möchten, dass wir uns möglichst bald mit den Sachthemen dieser Stadt beschäftigen“, sagte die Verwaltungschefin auf WZ-Anfrage. „Beruhigend ist aber, dass die Sitzung nicht nach maximal 90 Minuten beendet werden muss. Nach Rücksprache mit dem Kreis erlaubt die Corona-Schutzverordnung, dass bis zu zweieinhalb Stunden getagt wird.“ Ob das ausreicht, wird sich am Donnerstag zeigen.