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Sprockhöveler Heimat- und Geschichtsverein plant schon für 2021

Corona : Geschichtsverein plant schon für 2021

In diesem Jahr sind viele Einnahmen weggebrochen, weil Feste und Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Doch der Verein hat gut gewirtschaftet und steckt voller Ideen.

Mit einer Fülle von Veranstaltungen wollte der Heimat- und Geschichtsverein das Sprockhöveler Leben im Jubiläumsjahr 2020 bereichern. Doch die Corona-Pandemie machte alle Pläne zunichte. Kein Sommerfest, kein Tag der offenen Tür, keine Ausstellung über die Zulieferindustrie für den Ruhrbergbau, und auch der beliebte plattdeutsche Heimatabend mit deftigem Grünkohlessen am Freitag vor dem 1. Advent fällt Covid-19 zum Opfer. Etliche der Veranstaltungen waren nicht nur unterhaltsam und informativ für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, sondern begründeten natürlich auch die für alle Aktivitäten nötigen Einnahmen für den HGV.

Ausreichend Themen für ein Gespräch mit Klaus Walterscheid, dem Vereinsvorsitzenden, der als Bürgermeister von 2004 bis 2014 Amtsvorgänger des scheidenden Ulli Winkelmann war. Befürchtungen, dass der HGV durch die diversen Einnahmeausfälle in finanzielle Schwierigkeiten gekommen wäre, zerstreut Walterscheid allerdings umgehend. „Wir haben in den vergangenen Jahren immer gut gewirtschaftet, sodass wir diesbezüglich keine Probleme bekommen haben. Im Gegensatz zu anderen Heimat- und Geschichtsvereinen, denen es aber möglich ist, Hilfen beim Land NRW zu beantragen“, berichtet Walterscheid, der auch darauf hinweist, dass das Vereinsleben trotz ausgefallener Veranstaltungen nicht ganz zum Erliegen gekommen ist.

„Wir haben uns in kleinen Gruppen – unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften selbstverständlich – auf dem Gelände der Heimatstube in Niedersprockhövel getroffen und uns ausgetauscht. Dabei kam uns auch das Zelt zugute, das wir auf der Wiese aufgestellt haben. Bei schlechtem Wetter haben wir dann an großen Tischen im Nebengebäude zusammen gesessen und Pläne für das kommende Jahr geschmiedet. Allerdings alles unter dem Vorbehalt, dass Corona uns noch einen Strich durch die Rechnung machen könnte.“

Für die Ausstellung gibt es
bereits viele Exponate

Das betrifft auch die große Ausstellung über die Zulieferindustrie für den Ruhrbergbau in Sprockhövel im Veranstaltungssaal der Stadtsparkasse an der Hauptstraße in Niedersprockhövel. „Die haben wir für Ende März 2021 terminiert, und die soll dann auch im gesamten April zu sehen sein“, verrät der Vereinsvorsitzende. Für diese Ausstellung hat der HGV viele Exponate zusammen getragen und durfte sich auch über Leihgaben aus dem Kreis der Bevölkerung freuen, die in den Jahren der Blüte des Ruhrbergbaus bei vielen Zulieferfirmen in Sprockhövel Arbeit und Brot gefunden hatte.

Im ersten Halbjahr 2021 soll auch der Fotowettbewerb „Sprockhövels verborgene Schätze“ für zwei Altersgruppen laufen, mit dem sich der HGV an die Sprockhöveler Jugend richtet. „Da werden wir die Schulen in den Ortsteilen ansprechen und erhoffen uns eine rege Teilnahme.“

Auch wenn der Heimat- und Geschichtsverein 2020 nicht groß an die Öffentlichkeit treten konnte, also wenig „los war“, hatte der Verein keinen übermäßigen Mitgliederschwund zu beklagen. „Das ist alles in einem normalen Rahmen geblieben, und weil unsere Mitglieder sich im HGV nicht nur wohl fühlen, sondern wohl auch positiv darüber sprechen, konnten wir auch in den letzten Wochen einige Neuaufnahmen vermelden“, sieht Klaus Walterscheid den Heimat- und Geschichtsverein Sprockhövel nach wie vor in einer guten Position.

„Wir können nur hoffen, dass sich unsere Pläne alle in 2021 verwirklichen lassen. Corona ist da die große Unbekannte.“