Sprockhövel pflanzt neue Bienenwiesen und Wildblumenwiesen

Natur und Umwelt : „Es wird eine blühende Stadt geben“

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr setzt die Stadt wieder auf Bienen- und Wildblumenwiesen, schraubt in Teilen jedoch die Frühjahrsbepflanzung zurück.

. Volker Hoven freut sich auf den Sommer, und das nicht nur wegen der dann wärmeren Temperaturen. Sprockhövels Beigeordneter und Kämmerer ist sich sicher: „Es wird wieder eine blühende und bunte Stadt geben.“ Dafür sollen nicht nur einige Pflanzen und Stauden ein neues Zuhause auf städtischen Flächen bekommen, in diesem Jahr sollen wieder mehrere Bienenblühwiesen ganz neu angelegt werden. Derzeit werde noch geschaut, welche Flächen dafür infrage kämen, erklärte Volker Hoven. Der Erfolg des vergangenen Jahres lasse ihn an das Projekt Blühwiese glauben. „In unserer Stadt herrscht ein reger Flugbetrieb von Bienen und Schmetterlingen. Da ist richtig was los“, sagt Volker Hoven erfreut.

Im Mai vergangenen Jahres hatte der Bauhof der Stadt Spröckhövel in sieben größeren und kleineren Bereichen im Stadtgebiet mehr als 685 Quadratmeter Bienen- und Wildblumenwiesen angelegt. Die bunten Areale befinden sich an der Kortenstraße, im Engelsfeld, an der Stippelstraße, am Friedhof Eickerstraße und im Wiesenbereich des Industrieparks. Eine gute Sache für beide Seiten: Denn die Blumen dienen den Tieren als Nahrungsquelle, den Pflanzen wiederum als Bestäuber.

Die besondere EU-Samen-Mischung besteht übrigens aus Kleesorten, Sonnenblumen und auch Ölrettich und kommt auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz. Bereits seit Jahren verzichtet die Stadt zudem schon auf den Einsatz von Glyphosat. Die Wiesen sind ein weiterer Schritt in Richtung naturbewusster Stadt. Dass die Wiesen derart gut und rege frequentiert seien, hat Volker Hoven bestärkt. „Die Stadt leistet hierdurch einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz“, betonte er.

Doch nicht nur neue Blühwiesen werden derzeit von der Stadt geplant, auch ein neues Begrünungskonzept für den Kreisverkehrsplatz steht auf der Agenda. „Derzeit hecken unsere städtischen Gärtner mit den Auszubildenden viele Ideen aus“, sagte Hoven. Neu begrünt werden solle außerdem das Sprockhöveler Freibad mit seinen Steinen und auch entlang der Radtrasse solle es im Rahmen des Förderprojektes „Vital.NRW“ weitere Blühstreifen geben. „Wir warten, bis es keinen Frost mehr gibt, dann geht es los“, kündigte Volker Hoven an.

Ulrich Höhmann und sein Team vom Tiefbauamt stehen dafür schon in den Startlöchern. Er sagte jedoch, dass die Frühjahrsbepflanzung in einigen Teilen der Stadt stark zurückgefahren werde. Konkrete Angaben konnte er nicht machen, doch er erklärte die Gründe: „Es ist zu personalintensiv. Früher haben wir mehrere Lastkraftwagen mit Frühjahrsblumen vom Gartencenter gekauft. Einfach alles, was schön blüht. Doch die ganzen Zwiebeln müssen überhaupt erst mal eingepflanzt und dann natürlich auch betreut werden. Das ist sehr personal- und zeitintensiv.“

Eine Gärtnerkolonne von neun Leuten sei nicht nur für die Wiesen, sondern auch für die Bäume verantwortlich. Vor allem der heiße letzte Sommer habe einigen Bäumen sehr geschadet. Hier kommt auf das Team einige Arbeit zu. „Wir werden sicherlich einige Bäume austauschen müssen“, räumte Ulrich Höhmann ein.

Mehr von Westdeutsche Zeitung