SPD will das Sprockhöveler Freibad attraktiver gestalten

Zukunftspläne : SPD will das Freibad attraktiver gestalten

Sozialdemokraten wollen die bestehende Anlage um einen Beachclub erweitern.

Das Sprockhöveler Freibad soll attraktiver werden – zumindest, wenn es nach den Wünschen der Sozialdemokraten in der Stadt geht. Die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Marion Prinz, der Fraktionsvorsitzende im Rat Wolfram Junge und sein Stellvertreter Luth Frühauf trafen sich jetzt mit Ralph Holtze, Leiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung (ZGS) bei der Stadt, um ihre Pläne zu diskutieren.

Die SPD will einen Beachclub etablieren. Als Vorbild dient dazu die Anlage am Kemnader See. Diese erfreut sich nach Angaben der SPD wachsender Beliebtheit und würde in Sprockhövel nicht nur die Attraktivität des Bades steigern, sondern auch das Gastronomieangebot. „Das ist ein aktueller Trend der Freizeitgestaltung, für den wir offen sind“, erklärte Marion Prinz. Auch bei der Stadt ist man offen für die Pläne. So präsentierte Ralph Holtze anhand eines Plans, wie sich der Beachclub in die bestehende Anlage integrieren lassen würde. „Wir wollen das Projekt vorantreiben“, versprach Wolfram Junge. Ralph Holtze machte trotz aller Euphorie auch deutlich, dass die Pläne noch Zukunftsmusik sind.

Neu ist die Idee keinesfalls. Der ZGS-Leiter selbst hatte sie in den Jahren 2006 und 2008 auf die politische Tagesordnung gehoben. Doch die Haushaltslage ließ den Gedanken schnell wieder verschwinden. Jetzt scheint man bei der SPD, der auch Holtze angehört, die Idee neu entdeckt zu haben. Die Sprockhöveler Parteispitzen sind der Meinung, dass die Realisierung möglich sei, wenn der Busbahnhof versetzt oder umgestaltet wird. „Dadurch, dass ein Kiosk ganzjährig auf der Seite des Busbahnhofs und in Zeiten des Freibads beide Seiten bedienen könnte, kann es auch für einen externen Betreiber eine interessante Lösung sein“, erklärte Holtze. Für die Stadt selbst käme es dagegen nicht infrage, die Gastronomie des Beachclubs zu übernehmen.

Realisierung hängt vom
Umbau des Busbahnhofs ab

Ähnlich sieht das Marcel Beckers, Vorsitzender des Fördervereins des Freibads: „Die Unterhaltung eines solchen Kiosks könnten wir einfach nicht leisten.“ Aber auch der Förderverein ist für die Pläne. Voraussetzung: „Wenn das bei allen Parteien Zustimmung findet und man bei der Realisierung darauf achtet, dass die Einschnitte für das Freibad so gering wie möglich bleiben, können wir uns damit arrangieren“, so Beckers. Und die Mitglieder des Fördervereins sollten in die Planung mit einbezogen werden.

Ralph Holtze verweist unterdessen darauf, dass die Pläne auch davon abhängen, wie die Neugestaltung des Busbahnhofs aussehen wird. „Vorher brauchen wir uns nicht mit genaueren Planungen zu Kosten und Gestaltung auseinandersetzen“, sagt der Leiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung. Die Entscheidung, ob der Busbahnhof an die Haßlinghauser Straße gegenüber der Tankstelle versetzt wird, soll bis spätestens Juni fallen. Danach wird sich zeigen, inwieweit die Beachclub-Pläne der Sozialdemokraten zu verwirklichen sind. Und ab dem 1. Mai könnten auch die Besucher des Freibads selbst ihre Wünsche äußern. Denn dann öffnet das Freibad zur Sommersaison.

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