Seniorenbeirat: Seniorenbeirat sucht Lösung für den Mangel an Pflegeplätzen

Seniorenbeirat : Seniorenbeirat sucht Lösung für den Mangel an Pflegeplätzen

Sprockhöveler Mitglieder diskutierten Strategien für die Zukunft.

Der Mangel an Pflegeplätzen trifft nicht nur die großen Ballungsgebiete – auch kleinere Städte wie Sprockhövel sind davon betroffen. Laut Pflegebericht des Ennepe-Ruhr-Kreises fehlen hier 100 Plätze insgesamt – also im ambulanten und im stationären Bereich. Wie man dafür eine schnelle Lösung finden kann, darüber wurde auch im Seniorenbeirat gesprochen – und Lösungsideen eingebracht.

Denn bis neue Einrichtungen gebaut werden, dauert es eine ganze Weile. Und auch das Pflegepersonal fehlt – auch das könne man so kurzfristig nicht in den Griff bekommen, weiß Peter Rust, Vorsitzender des Seniorenbeirats. Kleinere Einheiten seien zum Beispiel möglich, in denen Senioren in einer Art Pflegewohngemeinschaft leben können.

Wohnen für Hilfe: die Jusos
wollen Studenten einbinden

Einen anderen Vorschlag hatten die Jusos in der letzten Sitzung. Da viele junge Leute gerade in der Nähe von Städten mit Universität oder Hochschule große Probleme haben, eine bezahlbare Wohnung zu finden, könnte man möglicherweise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ältere Menschen, die Wohneigentum haben, könnten jungen Menschen Zimmer oder Wohnung zu einem günstigeren Preis vermieten. Im Gegenzug würden die Jungen den Älteren zur Hand gehen – etwa Einkäufe erledigen, Rasen mähen oder andere Hausmeisterjobs erledigen.

In anderen Städten wie Wuppertal oder Bochum soll es dieses Projekt bereits geben. „Wir wollen nun herausfinden, ob das auch hier denkbar wäre“, sagt Rust. In die nächste Sitzung des Gremiums im Juli sollen Experten eingeladen werden, die einen Einblick geben und zu berichten wissen, wie man so ein Projekt am besten angeht.

In der aktuellen Sitzung ging es zudem um das 40-jährige Bestehen, das im kommenden Jahr für den Seniorenbeirat ansteht. „Auf jeden Fall werden wir auch bei der 50-Jahr-Feier der Stadt präsent sein“, sagt Rust. Doch auch andere Aktionen seien denkbar. Im Gespräch sei zum Beispiel eine Art Fackellauf – wie mit dem Olympischen Feuer – in Zusammenarbeit mit jungen Leuten, die einen Staffelstab durch die sieben Ortsteile tragen, um zu zeigen: Wir sind hier überall präsent.

Mehr von Westdeutsche Zeitung