Sprockhövel SCO holt die doppelte Stadtmeisterschaft

Sprockhövel. · Turnier des VfL Gennebreck war ein voller Erfolg. FV Hiddinghausen steht nach Absage in der Kritik.

 Die TSG (blau) im Spiel gegen Haßlinghausen (weiß). Die TSG holte den zweiten Platz.

Die TSG (blau) im Spiel gegen Haßlinghausen (weiß). Die TSG holte den zweiten Platz.

Foto: Bartsch,G. (b13)

Mit der doppelten Stadtmeisterschaft holte sich der SC Obersprockhövel (SCO) die ersten Titel der Saison. Sowohl bei den Altherren als auch bei den Herren überzeugten die Grün-Schwarz-Weißen mit konstanten Leistungen. Nachdem sich am Freitagabend die ältere Generation des SCO den Titel holte, ließ auch der amtierende Kreisliga-A-Meister nichts anbrennen. Mit drei Siegen und einem Remis stand der Stadtmeister frühzeitig fest.

Stadtmeisterschaft soll kein Vorzeichen für die Liga sein

Lediglich beim 0:0 gegen den Ligakonkurrenten TuS Haßlinghausen ließ die Mannschaft von Markus Möller zwei Punkte liegen. „Wir haben die Partien als Trainingsspiele genutzt und auch mal die Spieler zum Einsatz kommen lassen, die zuletzt nicht viel gespielt haben“, sagte Sprockhövels neuer Coach, der die Ergebnisse aber nicht zu hoch hängen wollte. „Wir wissen ja nicht, wer bei der TSG oder beim TuS alles gefehlt hat. Daher wäre es jetzt vermessen, zu behaupten, dass wir auch in der Meisterschaft alles locker packen werden“, wollte Möller keine voreiligen Ziele stecken. „Allerdings haben wir schon den Anspruch oben mitzuspielen“, ergänzte er.

Er lobte den B-Kreisligisten VfL Gennebreck für den Einsatz beim 2:1-Sieg des SCO. „Sie haben neben der Organisation auch auf dem Platz ein tolles Engagement gezeigt“, lobte der „Meister-Trainer“ Organisatoren und Team, die sich in der Tat Bestnoten verdienten und quasi zur Belohnung den dritten Platz holten. Was für den einzigen B-Kreisligisten – der, wie die anderen teilnehmenden Teams, nicht komplett antreten konnte – ein Riesenerfolg war.

Keine Freunde machte sich dagegen der Hiddinghauser FV. Der Aufsteiger, der ohnehin wegen seines Wechsels in die Hagener Gruppe in der Kritik steht, sagte am Samstagabend nach seiner Partie gegen die TSG Sprockhövel II (0:3) das ganze Turnier ab, weil er angeblich keine Mannschaft zusammenbekommen hätte. Dass der FV allerdings am Sonntagmittag ein Freundschaftsspiel mit einer gemischten Truppe spielte, stieß allen Sportlern sauer auf. „Das ist zum einen für uns als organisierender Verein doof, weil wir dementsprechend eingekauft hatten, zum anderen freuen sich auch die Spieler auf die Derbys, und hätten lieber gespielt, statt jetzt so viel Pause zu haben“, sprach VfL-Trainer Thomas Schmitt sein Bedauern aus.

Damit machten die Hiddinghauser Kicker die Bonuspunkte zunichte, die ihre Altherren am Vorabend als ältestes Team des Turniers durch ihr sympathisches Auftreten gesammelt hatte.

„Natürlich wäre es für alle gemeinsam schöner gewesen, wenn alle Partien stattgefunden hätten“, sagte Hans-Jürgen Piorreck, der 1.Vorsitzende des Stadtsport-Verbandes, der nach dem Rücktritt von Helmut Dikty kommissarisch auch als Sportwart agiert und die Siegerehrung durchführte. „Ich war jeden Tag dabei und kann nur betonen, dass es schön zu sehen ist, dass bei uns in der Stadt eine gesunde Rivalität herrscht“, sprach Piorreck von einem vernünftigen Miteinander.

Kritik kam auch am Modus auf, für den sich die Aktiven im kommenden Jahr ein paar Änderungen wünschen. „Wenn die Sportler und Clubs sich alle darüber einig sind, habe ich kein Problem damit“, sagte Hans-Jürgen Piorreck – der im Übrigen auch die vakanten Posten des Geschäftsführers und die des Sportwartes schleunigst besetzt haben möchte. Demnach wurden die Ideen der Kreisligisten noch bis in den Abend hin diskutiert. Einige Wünsche der Aktiven dürften sicher in den Planungen mit berücksichtigt werden.