Haßlinghausen Raiffeisen-Markt will in Discounter-Filiale umsiedeln

Netto will Standort am Rathausplatz offenbar aufgeben. Noch hält sich das Unternehmen in der Frage bedeckt.

Haßlinghausen: Raiffeisen-Markt will in Discounter-Filiale umsiedeln
Foto: Andreas Fischer

Sprockhövel. Der Lebensmitteldiscounter Netto will offenbar umziehen und seinen jetzigen Standort am Rathausplatz 15 aufgeben. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung bekannt. Laut einem Bauantrag will der nahe gelegene Raiffeisen-Markt in die dann freigewordenen Räumlichkeiten des Discounters ziehen und dort seine neue Geschäftsstelle eröffnen.

Das bestätigte der stellvertretende Geschäftsführer des Raiffeisen-Marktes, Bernd Kalthoff. „Das Gebäude soll zuvor entkernt und grundsaniert werden“, sagt Kalthoff. Durch den Umzug will das Unternehmen mehr Verkaufsfläche gewinnen: Derzeit hat der Markt am Rathausplatz 11 rund 450 Quadratmeter, zudem ist das Geschäft recht verwinkelt. Nach dem Umzug sollen es rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche sein.

Der jetzige Standort des Raiffeisen-Marktes soll dann vermutlich als Lager genutzt werden. Derzeit hat der Raiffeisen-Markt zehn Mitarbeiter. Nach dem Umzug werde geprüft, ob man die Zahl der Mitarbeiter möglicherweise erhöht. Angaben zum Zeitpunkt des Umzuges möchte Kalthoff nicht machen, da die Planungen derzeit noch in den Anfängen steckten.

Bei der Netto-Zentrale selbst hält man sich zu dem Thema bedeckt und erklärt lediglich, dass man ein entsprechendes Gerücht nicht bestätigen könne. Man wolle den Kunden in Sprockhövel und Umgebung am Standort Rathausplatz 15 weiterhin eine „qualitativ hochwertige Nahversorgung“ bieten.

Nach WZ-Information sucht der Discounter aber bereits ein anderes Gebäude in dem Stadtteil, in das er einziehen kann. Nach derzeitigem Stand dürfte der Umzug frühestens für das Jahr 2017 anstehen.

Laut der Leiterin des Sachgebiets Planen und Umwelt bei der Stadtverwaltung, Susanne Görner, muss der Stadtrat über den Bauantrag des Raiffeisen-Marktes nicht mehr entscheiden. Mit der Bekanntgabe des Antrages im Ausschuss sei das Vorhaben nun auf die Wege gebracht.