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Projekt ArtEN soll Künstlern helfen

Sprokhövel : Kunst sichtbar machen

„ArtEN“ ist ein Projekt, das die Unterstützung der Kunst- und Kulturszene mit der Förderung des Einzelhandels im Ennepe-Ruhr-Kreis verbinden soll. Den Impuls für die Aktion gab Werner Kollhoff: „Das Projekt soll Wirtschaft und Kultur miteinander verbinden.“ Es sei ein Appell, so der Ennepetaler Künstler: „Kauft lokal ein!

Kauft Kunst! Online kann ja jeder!“

Die EN-Agentur für Wirtschaftsförderung und die Kommunen haben sich diesem Projekt angenommen. Ein Gespräch von EN-Agentur mit Kunst- und Kulturschaffenden Mitte August habe gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf bestehe, um die kulturelle Vielfalt in der Region zu erhalten, betonte Landrat Olaf Schade als Schirmherr von ‚ArtEN’: „Es geht zum einen um die ökonomische Situation der Künstler, aber im Endeffekt auch um die Bedeutung, die Kultur für unser Miteinander hat.“ Für ihn stehe die Aktion unter dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Das erste große Projekt sei bereits geplant, berichtet Katja Kamlage, Prokuristin der EN-Agentur: „Vom 27. November bis zum 13. Dezember stellen Händler einen Teil ihrer Schaufenster für Kunstschaffende zur Verfügung.“ Die ausgestellten Arbeiten könne man dann kaufen. Je nach Größe des Schaufensters wären auch Performances möglich, so Kamlage. Jürgen Köder, Geschäftsführer der EN-Agentur, betont: „Die Menschen sollen an Orten mit Kunst in Berührung kommen, an denen das Alltagsgeschehen stattfindet.“ Diese Idee sei auf Zuspruch gestoßen.

Finanzielle Unterstützung bekommt das Projekt vom Ennepe-Ruhr-Kreis und der AVU. Das Projekt passe zu dem Verständnis von Daseinsvorsorge des Energieversorgers, so Uwe Träris, Vorstand der AVU: „Wir sorgen für Energie und Trinkwasser – wir möchten aber auch, dass die Region und besonders die Innenstädte dank der Kulturangebote attraktiv bleiben. Damit ein solches Projekt funktionieren kann, muss die Idee toll sein. Und das ist sie.“ Man appelliere an alle Händler, ihre Schaufenster zur Verfügung zu stellen, so Träris. Um der Aktion zusätzliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, biete es sich zudem an, diese mit bereits geplanten Veranstaltungen zu verknüpfen: „Bei uns in Herdecke findet über das Jahr verteilt dreimal Late Night Shopping statt“, berichtet Kirsten Deggim, Prokuristin der Werbegemeinschaft Herdecke. „Einer dieser Termine fällt in den Zeitraum der Aktion.“ Auch in Gevelsberg verknüpfe man den Mondscheinbummel mit der Schaufensterausstellung, sagt Lena Becker, Citymanagerin von Pro-City Gevelsberg.

Ab Mitte November soll dann eine feste Plattform folgen: Auf art-en.de sollen Künstler die Möglichkeit bekommen, sich einzutragen, Werke hochzuladen und auf Veranstaltungen aufmerksam zu machen. „Insofern hoffen wir, dass wir langfristig etwas auf die Beine stellen“, berichtet Köder.