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Neu-Sprockhöveler haben Kiosk an der Hauptstraße übernommen

Neues Geschäft in Niedersprockhövel : Neu-Sprockhöveler haben Kiosk an der Hauptstraße übernommen

Seit einigen Wochen können die Fahrgäste ihre Wartezeit und Busfahrer ihre Pausenzeiten am Niedersprockhöveler Busbahnhof wieder mit einem frischen Kaffee, einem kalten Getränk oder gar einen kleinen Lebensmitteleinkauf für zu Hause verbringen.

Emrah Ozan und seine Frau Zerrin hauchen mit ihren frisch umgebauten Räumlichkeiten an der Hauptstraße 3 dem Busbahnhof, aber auch dem Platz um die Zwiebelturmkirche neues Leben ein.

Auswahl an Lebensmitteln
soll ausgebaut werden

Das Ehepaar bietet neben VRR-Tickets und einem Paketservice des Dienstleisters DPD auch eine Auswahl an orientalischen Lebensmitteln an, die mit der Zeit auch weiter ausgebaut werden soll.

So ausgeklügelt und strukturiert Emrah Ozan an die Sache auch herangeht, so zufällig kam ihm der Gedanke zu diesem unternehmerischen Einsatz. „Eigentlich hielten wir gemeinsam mit Familienmitgliedern Ausschau nach einem Restaurant“, berichtet Ozan von seinen ursprünglichen Plänen. Allerdings habe er die Diskussionen um die Schließung des alten Kiosks auch mitbekommen. „Auch wir haben ja immer, wenn wir mit den unseren Kindern (fünf und zwei Jahre alt) vorbeigelaufen sind, Süßigkeiten und andere Sachen gekauft. Und als der Kiosk geschlossen wurde, musste Ozan etwa für seinen Tabak bis zur Tankstelle laufen. „Das müssen Kinder, Schüler und Jugendliche ja auch für Süßigkeiten, und sie müssen dafür auch über die Straße“, spricht der studierte Elektro-Techniker von seinen Gedankengängen. Zumal man ja an der Tankstelle diese gemischten Tüten wie am Kiosk, die die Kinder so mögen, kaum bekomme.

Als er dann bei einem Arztbesuch auf das Inserat seines jetzigen Vermieters gestoßen sei, habe er gewusst, dass er dieses Projekt angehen wollte. Nach einem Austausch mit seiner Frau Zerrin, gelernte Erzieherin, sei man schnell an die Umsetzung des Vorhabens gegangen.

Was sie sich vornehmen,
das setzen sie auch um

„Ich habe ihn erstmal angeschaut, ob es ihm gut geht, und gefragt wie er auf den Gedanken kommt“, schildert Zerrin Ozan den ersten Moment, als ihr Mann seine Pläne verkündete. Aber was sie sich vornehmen, das setzen sie auch um. „Das haben wir dann auch gemacht“, sagt die junge Mutter, die anfangs Respekt vor dem Kassengeschäft gehabt habe.

Mittlerweile haben sich die Ozans eingelebt. Weil die Post zunächst die Entwicklungen ihrer bisherigen Partner habe abwarten wollen, hat Ozan mit dem DPD-Paketshop einen anderen, zusätzlichen Servicepartner für Paketversendungen ins Boot geholt. Wenn die Kühlgeräte da sind, sollen auch die Lebensmittelangebote ausbaut werden. „Wir sind seit 2019 Sprockhöveler, haben die Stadt mit dem Dorfcharakter lieben gelernt. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir für alle Beteiligten einen Mehrwert bieten“, spricht Ozan von wohlüberlegten Vorgehensweisen. Bisher scheint das Konzept der Jungunternehmer aufzugehen.