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MSC Sprockhövel wird bei Clubabenden und Veranstaltungen ausgebremst

Corona : Clubabende sind ausgebremst

Die Mitglieder des Vereins reagieren auf steigenden Corona-Zahlen und lassen Vorsicht walten. Die Veranstaltungen für 2021 sind noch unklar.

Gesellig ging es zuweilen her, Gespräche über Autos und Motorräder wurden geführt. Gerne sprach man auch über Oldtimer. Die Geselligkeit in dieser Form ist nun erstmal wieder vorbei. Denn die beschriebenen Clubabende des Motorsportclubs Sprockhövel (MSC) wurden aufgrund der steigenden Infektionszahlen für die nächsten Wochen eingestellt, berichtet Martin Mans, Pressereferent des MSC Sprockhövel.

„Das war schonmal so“, sagt er. Als die erste Corona-Welle im Frühjahr kam, mussten die MSC-Mitglieder bereits auf ihre wöchentlichen Clubabende im Café Metamorphose verzichten. „Zwischendurch konnten wir uns wenigstens mal mit wenigen treffen, das ist aber nun auch wieder passé“, erklärt Mans.

Schlimmer als der Verzicht auf gemeinsame Abende wirken jedoch die Absagen von größeren Veranstaltungen, beklagt Mans. So musste bereits in diesem Jahr einiges gestrichen werden. Zum Beispiel das traditionelle Oldtimer/Youngtimer-Treffen. Einige hundert Fahrzeuge älterer Generationen wären im IG-Metall-Bildungszentrum 2019 präsentiert worden.

Die für Freitag geplante „Sprocki-Horror-Tour“, passend zu Halloween, musste der MSC ebenso absagen. Eigentlich hätte hier jedermann an einer kleinen Spuk-Tour über die Glückauf-Trasse mitmachen können. Gespenster hätten auf der Strecke die Fahrenden erschreckt, die Teilnehmenden hätten Aufgaben lösen müssen. Nun fällt die bereits seit 20 Jahren vom MSC veranstaltete Tour aus.

Youngster-Cup-Slalom und Sternfahrt durften stattfinden

Die aktuell rund 160 MSC-Mitglieder mussten allerdings nicht nur Ausfälle hinnehmen. Einige ihrer Veranstaltungen konnten stattfinden, wenn auch unter Auflagen, so Mans. „So konnten wir zumindest unsere Sternfahrt durchführen“, erklärt er. 50 Teilnehmer kamen Ende August nach Sprockhövel, um ihre Touristikhefte abstempeln zu lassen, so Mans. Für gewöhnlich bietet der Verein den Gästen dort ein üppiges Kuchenbuffet an, wegen der Ansteckungsgefahr war das in diesem Jahr aber nicht möglich.

Der „Youngster-Cup-Slalom“ konnte ebenfalls ausgetragen werden. Veranstaltet vom ADAC Westfalen sind acht Ortsclubs gestartet. Für den MSC konnten Simon und Jonas Overmann mit einem ausgewählten Mazda-Modell mitfahren. Beide landeten unter den 31 Teilnehmern am Ende auf einem mittleren Platz beim Wettkampf.

Die nicht stattfindenden Veranstaltungen sind herbe Verluste, beklagt Mans. Finanziell gesehen ist die Corona-Krise jedoch kein so großes Problem, wie sie das für andere Sportvereine bedeutet. Denn der MSC hat weder eigene Immobilien noch eigene Fahrzeuge. Die Old- und Youngtimer gehören den Mitgliedern selbst.

„Planungssicherheit haben wir aber natürlich keineswegs“, sagt Mans mit Blick auf die Veranstaltungen für 2021. Die Hauptversammlung im Februar soll wohl stattfinden. „Dennoch wollen wir nichts fest buchen, wir müssen spontan entscheiden.“ Die weiteren Events, die in den letzten Jahren organisiert wurden, sollen auch in diesem Jahr über die Bühne gehen: „Wir wollen alles durchziehen!“, zeigt sich Mans kämpferisch.