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Sprockhövel: Mädchen-Power in der Glückauf-Halle

Sprockhövel : Mädchen-Power in der Glückauf-Halle

Der VfL Gennebreck lud zum Fußball-Hallenturnier. Mönchengladbach gewann bei der U 15.

Rund zehn Stunden Mädchen-Power auf dem Fußballfeld gab es am Samstag in der Glückauf-Halle in Niedersprockhövel zu sehen. Der VfL Gennebreck hatte zu seinem traditionellen Turnier mit den Mini-Mannschaften, den U 11 und den „Großen“, den U 15 eingeladen.

Und den Auftakt bildeten die Teams der Jüngsten, der G-Jugend, bei denen die Fünf- und Sechsjährigen hinter dem Ball herrannten und sich in ihrer Begeisterung durch nichts aufhalten ließen. „Die Kleinen wissen gerade, dass das Runde ins Eckige muss“, schmunzelte ein Großvater und sah liebevoll zu, wie tatsächlich der Ball hin und wieder im Netz lag. Ergebnisse bei diesem Vierer-Turnier? Fehlanzeige. „Bei den Kleinen soll der Spaß im Vordergrund stehen, deshalb gibt es auch keine Platzierungen. Schließlich soll sich niemand als Verlierer fühlen“, meinte VfL-Jugendleiter Andreas Röhr (genannt Röhre), dessen Abteilung in allen drei Wettbewerben mit einer Mannschaft vertreten war.

Gleicher Ehrgeiz wie die Jungs, aber weniger Fouls

Bei der U 11 sogar mit beachtlichem Erfolg, wie auch Trainerin Marion Mahlke zum zweiten Platz beim Lunau-Cup hinter den Mädchen von TUSA Düsseldorf anmerkte. Die hatten in vier Spielen zehn Treffer erzielt, sich aber gegen die „Gennechicks“ mit einem 1:0 begnügen müssen. „Dahinter mit zwei Siegen und einem Unentschieden Zweiter zu werden, ist eine tolle Sache.“, erklärte Mahlke.

Es geht familiär zu beim VfL, wobei „Röhre“ anmerkte: „Ohne Sponsoren wie Lars Hilbich von Lunau könnten wir so ein Turnier gar nicht auf die Beine stellen.“ Der hatte dafür gesorgt, dass die ersten drei Mannschaften mit Pokalen und die anderen mit glänzenden Plaketten den Heimweg antreten durften.

Mit einem Mammut-Turnier mit acht Teilnehmern und insgesamt 28 Spielen nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“ ging es weiter. Schon beim Aufwärmen sah man dem U 15-Nachwuchs der Bundesligisten 1.FC Köln oder Borussia Mönchengladbach an, dass man dort auch mit den Teenies professionell umgeht.

Eine Nummer kleiner geht es beim VfL Gennebreck zu, wo Jan Nawrath und Marvin Schneider sich das Trainer-Amt teilen. „Wir haben hier beim VfL auf dem schönen Gelände mit dem Kunstrasenplatz vorzügliche Trainingsbedingungen“, stellen sie fest und sehen als grundlegenden Unterschied zwischen Jungs und Mädchen auf dem Feld, dass die jungen Damen weniger Fouls begehen und weniger meckern. Was aber nichts am Ehrgeiz ändere: „Wir wollen das Maximum herausholen“, sagt Jan Nawrath, der mit seinem Trainer-Kollegen nach dem unglücklichen 1:2 gegen die spielstarken Mönchengladbacher Borussinnen auf kleine Fehler hinweist, sich aber mit den Leistungen seiner Mädels durchaus zufrieden zeigt.

„Wir sind gespannt auf das Turnier gegen die großen Mannschaften und freuen uns über jeden Punkt“, meinte Spielerin Anna (14) und hatte nach dem 0:0 gegen TUSA Düsseldorf schon Grund zur Freude.

Es folgten zwei weitere positive Ergebnisse, nämlich das 0:0 gegen den MSV Duisburg und ein 1:0-Erfolg über Union Wuppertal, was in der Endabrechnung einen sechsten Platz ergab. „Damit können wir durchaus zufrieden sein“, zog Jugendleiter Andreas Röhr Bilanz. „Und vor allem freuen wir uns, dass sich die Gäste wieder einmal bei uns wohl gefühlt haben.

Das dürfte wohl vor allem für die Gladbacher Borussia gelten, deren Fußballnachwuchs vor der SGS Essen und dem 1. FC Köln Turniersieger wurde.