Fußball: SCO will den Aufstieg im dritten Anlauf packen

Fußball : SCO will den Aufstieg im dritten Anlauf packen

Am Sonntag beginnt für den Fußball-Landesligisten die Saison. Die Ziele sind unverändert.

Ein neues Kapitel schlägt Fußball-Landesligist SC Obersprockhövel (SCO) am kommenden Sonntag, 11. August, 15 Uhr, auf. Mit der Begegnung bei der Spielvereinigung Olpe treten die Kicker von der Kleinbeckstraße erstmals in der Staffel 2 an, die lange Reisen mit sich mitbringt. „Wir können nichts daran ändern. Wir müssen zusehen, dass wir das beste daraus machen“, sagt SCO-Trainer Markus Dönninghaus, der angesichts einiger weiter Fahrten sagt: „Das ist tatsächlich an der Grenze des zumutbaren.“

Für den neuen Trainer war die Vorbereitung eine Art Kennenlernphase. „Ich habe die Zeit dazu genutzt, den Jungs zu zeigen, wie ich Fußball spielen lassen will“, sagt der Wuppertaler, der das Team nach dem verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison übernommen hat.

Um den seit zwei Spielzeiten angepeilten und immer wieder knapp verpassten Sprung in die Westfalenliga endlich zu schaffen, hat Markus Dönninghaus mit Jörg Niedergethmann, dem Sportlichen Leiter des SCO, und dem Vorstand eine schlagkräftige Truppe aufgebaut. Mit Torhüter Jan Deckenhoff hoffen die Verantwortlichen einen würdigen Nachfolger für Maurice Horn gefunden zu haben, der Ex-Trainer Patrick Knieps nach Velbert gefolgt war. „Mit Jan haben wir uns nicht verschlechtert“, glaubt Niedergethmann an seinen Neuzugang vom ASC Dortmund.

Der Sportchef, der das Team bis zur vergangenen Saison selbst als Chefcoach führte, glaubt auch, dass die Mannschaft gut vorbereitet in die Saison geht. „Ich bin zuversichtlich, dass alles gut zusammenpasst“, sagt Niedergethmann. So habe Janik Denzel in der Vorbereitung auf einem sehr guten Niveau gespielt. Ebenso hätte Ismail Diaby zur alten Stärke gefunden. Natürlich erhoffen sich die Verantwortlichen – auch wenn sie immer die mannschaftliche Geschlossenheit des Teams als den Schlüssel zum Erfolg hervorheben – besonders von Jan-Niklas Budde, der vom Oberligist TSG Sprockhövel gekommen war, besondere Ansätze.

Jan-Niklas Budde kommt vom Lokalrivalen TSG Sprockhövel

„Er tut unserer Mannschaft nochmal gut und sollte uns zusätzliche Stabilität verleihen“, sagt Niedergethmann, der kurz vor dem Saisonstart noch Saliou Sow verpflichtet hat. Der vom VfB Günnigfeld geholte Guineaner sieht zwar so aus, als wenn er keiner Fliege etwas antun könnte, machte sich in der Liga aber als unangenehmer Gegner einen Namen. „So einen haben wir sicherlich gebraucht“, betont der Sportliche Leiter die Vorzüge des 21-Jährigen.

Durch die Absage des auch bei den Fans beliebten Testspiels gegen die TSG Sprockhövel ist eine wichtige Standortbestimmung ausgefallen – nehmen die Spieler von beiden Teams das Kräftemessens doch immer sehr ernst und gehen besonders motiviert an die Sache heran. Doch durch seine alten Kontakte konnte Markus Dönninghaus mit A-Jugendbundesligist Wuppertaler SV einen starken Ersatz präsentieren. „Es war ein sehr guter Ersatz. Zum einen konnten wir wie am kommenden Sonntag auf Naturrasen spielen. Zum anderen gingen auch die Wuppertaler, die nächste Woche gegen den BVB spielen, hochmotiviert an die Aufgabe heran, um sich zu präsentieren“, sprach Niedergethmann nach dem 1:0-Sieg des SCO von einem guten Test.

Das alles zählt aber am kommenden Wochenende bekanntlich nichts. Da geht es zur ersten weiten Reise, von der die Sprockhöveler die ersten drei Punkte mitbringen wollen.

sc-obersprockhoevel.de

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