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Umweltausschuss: Keine Lösung für Unfallschwerpunkt

Umweltausschuss : Keine Lösung für Unfallschwerpunkt

Straßen NRW will Gefahr an der Kreuzung Bochumer Straße/South-Kirkby-Straße minimieren. Kurzfristig sei das aber nicht möglich.

. Mit den Straßenverläufen Am Halloh/Quellenburgstraße und der Kreuzung Bochumer Straße/South-Kirkby-Straße sorgen derzeit gleich zwei Verkehrs-Knotenpunkte für großes öffentliches Interesse und Kopfzerbrechen. Größtes Thema ist inzwischen die veraltete Ampelanlage an besagter Kreuzung. Sie sorgt immer wieder für Ärger, und gehört zu den häufigsten Unfallstellen der Region. Der Grund: Für Linksabbieger gibt es keine „gesicherte Grünphase“. Dadurch kommt es immer wieder zu Zusammenstößen.

Der Landesbetrieb Straßen NRW ist für den Bereich zuständig, da hier die beiden Landstraßen L551 und L651 kreuzen. Die Verantwortlichen kennen das Problem, stehen im regen Austausch mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreispolizei und der Stadt Sprockhövel. Und trotzdem ist nicht abzusehen, wann Abhilfe geschaffen werden kann. „Durch das Alter der Ampelanlage ist eine Umrüstung nicht möglich“, sagt Andreas Berg, Sicherheitsbeauftragter von Straßen NRW. Für die mehr als 30 Jahre alten Anlagen seien nicht einmal mehr Ersatzteile zu bekommen, betont Berg. Das gelte selbst für die Abblendhütchen über den Ampeln.

Ein Kreisverkehr lässt sich in naher Zukunft nicht realisieren

Auch die Idee eines Kreisverkehrs helfe auf der Straße, die täglich 20 000 Fahrzeuge passieren, laut Straßen NRW keinem. Ein Gutachten, dass die Stadt Sprockhövel in Auftrag gab und an den Landesbetrieb überreichte, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Laut Andreas Berg könnte die Straße nur durch einen sogenannten Turbokreisel entlastet werden, wie er bereits an der Haßlinghauser Grenze zu Wuppertal besteht. „Allerdings lässt sich das an der Kreuzung Bochumer Straße/South-Kirkby-Straße nicht ganz so realisieren, da sie keinen Fußgängerverkehr zulässt“, sagt der Fachmann. Straßen NRW habe bereits eine Neuplanung der Kreuzung in Auftrag gegeben, mit Ergebnissen sei aber nicht vor 2020 zu rechnen.

Der Städtische Beigeordnete Sprockhövels, Volker Hoven, betont aber, dass man bei der Planung auch auf den Lärmschutz achten wolle. Er bedauert, dass es kurzfristig keine zufriedenstellenden Lösungen geben kann, betont aber auch, dass die Zusammenarbeit mit Straßen NRW sehr konstruktiv sei. „Wir haben ja auch den Bau der beiden Kreisverkehre Beerrmannshaus/Wittener Straße und Bochumer Straße/Eickenstraße übernommen, während Straßen NRW die finanziellen Mittel bereitgestellt hat.“ Für das aktuelle Problem sei diese Lösung aber nicht möglich.