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Investor schafft günstigen Wohnraum in Sprockhövel

Wohnraum : 22 Wohnungen an der Hattinger Straße sind bezugsfertig

Mit einem Quadratmeterpreis von 5,25 Euro richtet sich das Angebot an Mieter mit Wohnberechtigungsschein.

. Helle, geräumige Zimmer mit angepassten Fliesen oder Vinyl-Böden. Dazu ein toller Ausblick von den Fenstern ins Grüne auf der einen und Bäume auf der anderen Seite sowie Stellplätze und Balkone. Die 22 Sozial-Wohnungen, die an der Hattinger Straße 62-64 entstanden, machten allen Beteiligten bei einem Ortstermin große Freude. Das Bauunternehmen Simo GmbH besprach in dieser Woche mit Vertretern der Verwaltung und Ingenieur Markus Muckenhaupt die letzten Details. Wichtiger Punkt: Die Wohnungen wurden barrierefrei und behindertengerecht gebaut.

Und auch bezahlbar sollten die acht Single-Wohnungen mit jeweils rund 50 Quadratmetern, vier Pärchen-Wohnungen (60 Quadratmeter) und zehn Wohnungen für Familien (82 Quadratmeter) sein. „Mit 5,25 Euro pro Quadratmeter ist es sehr günstiger Wohnraum“, bestätigt Ralph Holtze. Der Leiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Sprockhövel (ZGS) kann dabei durchaus als Initiator des Bauvorhabens angesehen werden, kam er doch 2016 mit Gerhard Cammann ins Gespräch. „Die Situation der Flüchtlingszuteilungen war ja damals für uns überhaupt nicht zu kalkulieren. Klar war nur, dass wir mehr günstigen Wohnraum brauchen werden“, erinnert sich Holtze an die arbeitsintensive Zeit der Planungen. Über den ehemaligen Finanzfachmann in Diensten des Investors Simo GmbH fand die Stadt dann einen guten Partner. Wohl auch deshalb, da Geschäftsführer Peter Siebenborn, ebenso wie Cammann aus Sprockhövel kommt. Rund 3,1 Millionen Euro nahm der Investor seinerzeit in die Hand. So blieben die städtischen Kassen von großen Investitionen wie am Waldweg und Gedulderweg, bei denen die Stadt selbst als Bauherr tätig war, verschont. Und trotzdem kann die Stadt ihren Bürgern jetzt günstigen Wohnraum anbieten.

Die ersten Bewerbungen sind bereits eingegangen

Der Austausch war zu jeder Zeit gegeben, wie Susanne Görner aus der Stadtverwaltung erklärt. Viele Diskussionspunkte habe es aber nicht gegeben, zumal die Fördermittel die Rahmenbedingungen früh absteckten. Das Ergebnis könne sich laut Görner sehen lassen. „Die Wohnungen sind modern und sehr gut geschnitten.“

Architekt Markus Muckenhaupt, der sich mit der technischen Umsetzung der Auflagen, die wegen der Fördermittel anfallen, einen Namen gemacht hat, lobte die gute Zusammenarbeit aller Parteien. „Es war ein reger Austausch, bei dem es keine Verzögerungen, dafür aber schnelle Entscheidungen gab“, betonte der Wuppertaler beim Ortstermin.

„Für uns war es das erste Mal, dass wir ein solches Projekt umgesetzt haben. Sonst arbeiten wir mehr mit Bestandsimmobilien“, erläuterte Volker Hoven, Sprockhövels Beigeordneter. Dass die neuen Wohnungen auf Interesse stoßen, belegen die ersten Bewerbungen, die bereits bei der Verwaltung eingegangen sind. Die interessierten Familien würden dabei den Anforderungen entsprechen und den nötigen Berechtigungsschein haben. Die Verwaltung der Wohnungen liegt zwar in den Händen des Eigentümers, doch die Stadt hat die Entscheidung über das Belegungsrecht.