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Ina Gießwein (Bündnis 90/Die Grünen) stellt sich den WZ-Fragen

Bundestagskandidaten für Wahlkreis 139 : Ina Gießwein (Bündnis 90/Die Grünen) stellt sich den WZ-Fragen

Ina Gießwein ist Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 139: Ennepe-Ruhr-Kreis II.

Frau Gießwein, welche Verbindung haben Sie zu Sprockhövel?

Ina Gießwein: Sprockhövel ist für mich meine Heimat. In Sprockhövel Schee bin ich aufgewachsen. Dort habe ich meine Kindheit und Teile meiner Jugend verbracht. In Haßlinghausen bin ich zur Gesamtschule gegangen. Sprockhövel war und ist für mich einer der Treffpunkte mit Freunden. Auch heute noch fahre ich immer wieder gerne mit meiner Familie nach Sprockhövel, um in den kleinen Geschäften zu bummeln oder um die tollen Restaurants zu besuchen.

Was sind die drei wichtigsten Themenfelder, mit denen Sie sich im Bundestag befassen möchten?

Gießwein: Das ist zum einen die Gesundheitspolitik. Wir müssen die Pflege verbessern, beispielsweise durch die Einführung einer 30-Stunden-Woche und den Fachkräften auch mehr Rechte einräumen. In Bezug auf den Klimawandel müssen wir unsere Wirtschaft befähigen, klimaneutral zu werden. Dieser Transformationsprozess soll durch konkrete politische Maßnahmen und Finanzierungshilfen unterstützt werden. Ein anderes Thema, das mir am Herzen liegt, ist die Verkehrswende.

Was könnte ein Aufreger-Thema in Sprockhövel werden?

Gießwein: Ein Dauerthema ist der fortschreitende Verkehrslärm, insbesondere durch Motorräder im ganzen Stadtgebiet. Hier bedarf es endlich einer bundesgesetzlichen Regelung. Außerdem der Ausbau des Autobahnkreuzes Wuppertal Nord. Der Umbau wird sicherlich mehr als zehn Jahre dauern und geht mit weiteren Flächenversiegelungen im Bereich Gangelshausen und einer erhöhten Verkehrsbelastung einher.

Welche Projekte müssten Ihrer Meinung nach in Sprockhövel vorankommen?

Gießwein: Der Ausbau der Radwege ist für mich ein wichtiges Thema, welches massiv vorangetrieben werden muss. Hierfür muss der Bund unbürokratisch und ohne große Antragsverfahren den Kommunen Mittel zur Verfügung stellen. Die Möglichkeit von Geschwindigkeitsreduzierungen, gerade auf der Haupt- und Mittelstraße, sollten durch Öffnungsklauseln in der StVo möglich gemacht werden.

Wie stehen Sie zu einer Corona-Impfpflicht?

Gießwein: Ich in der Meinung, dass eine Pflicht kein sinnvoller Weg sein kann. Durch eine Impfpflicht befürchte ich, dass es zu einem gegenteiligen Effekt kommt und sich mehr Menschen nicht impfen lassen. Darum bin ich viel mehr der Überzeugung, dass wir mit guten Argumenten und mit Anreizen die Menschen von der Sinnhaftigkeit überzeugen müssen. Jeder hat das Recht, sich nicht impfen zu lassen, aber niemand hat dann das Recht, dass alle darauf Rücksicht nehmen. Geimpfte sollten daher mehr Rechte haben als Ungeimpfte, auch das kann ein Anreiz sein. Für Menschen die sich nicht impfen lassen können, muss es zukünftig bessere Lösungen geben.

 Was wissen die Wähler noch nicht über Sie?

Gießwein: Ich bin begeisterungsfähig, und wenn ich für etwas brenne, setzte ich mich mit ganzer Kraft dafür ein. Ich liebe lange Spaziergänge in der Natur, das Radfahren und Campingurlaube. In meiner Freizeit unterstütze ich die EN-Baskets bei der Organisation der Heimspiele. 

Welche Überschrift möchten Sie im Jahr 2022 in der WZ in Bezug auf Sprockhövel lesen?

Gießwein: Sprockhövel ist durch kommunalen Altschuldenfond der neuen Bundesregierung schuldenfrei und endlich wieder in der Lage, kommunal-selbstbestimmte Investitionsentscheidungen zu treffen und kann die freiwilligen Leistungen ohne Probleme stemmen.