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Himmlisches Harfenkonzert in der Herzkamper Kirche

Konzertabend : Himmlisches Harfenkonzert in der Herzkamper Kirche

Der Konzertabend mit dem Titel „Away for a while“ hat Gäste in fremde Länder entführt.

Zauberhafte Harfenmusik erklingt in der kleinen Kirche in Herzkamp, die mit knapp 70 Gästen gut gefüllt ist. Mit märchenhaften Sphärenklängen nimmt Kathrin Montero Küpper die Menschen mit auf eine musikalische Reise. Die beginnt mit einer Serenade in Nordamerika, führt mit spanischen Klängen durch Andalusien und Galicien und lässt in Frankreich eine silbrig-helle Quelle sprudeln. Das Publikum genießt die Nähe zu diesem beeindruckenden Instrument, das eine wundervolle Stimmung in den Kirchenraum zaubert. Zwei 16-jährige Gemeindemitglieder sorgen für stimmungsvolles Licht im Altarraum. Nach einer berührenden Version des englischen Volkslieds „Scarborough Fair“ geht es in Südamerika weiter. Montero Küpper lässt die Harfe temperamentvoll, folkloristisch erklingen und setzt sie auch als Perkussionsinstrument ein.

Dann kommt Monika Stadler hinzu und gemeinsam lassen die Harfenistinnen kubanische Klänge ertönen. Sie spielen im rhythmischen Dialog, wechseln perfekt zwischen Melodie und Begleitstimme. Erst später erfährt das Publikum, dass die beiden Musikerinnen heute zum ersten Mal zusammen spielen.

„Away for a while“ ist der Titel dieses Konzertabends zu dem Pfarrer Ortwin Pfläging und Organisator Hans-Werner Zielis im Rahmen des Kulturprojekts kultur.kirche.herzkamp eingeladen haben. Die erste Begegnung mit der Harfenistin hatte Zielis, als Schüler von Montero Küpper Weihnachten in der offenen Kirche Harfe spielten. Nun gibt Monika Stadtler einen Workshop bei der Kollegin in der Bergischen Musikschule Wuppertal und so konnten die Harfenistinnen für ein Konzert gewonnen werden.

Monika Stadler präsentiert
auch eigene Kompositionen

Den zweiten Teil des Programms gestaltet Monika Stadler. Auf „Summertime“ von Gershwin folgen eigene Kompositionen. Die sind romantisch, jazzig, klassisch, meditativ und sehr persönlich. Stadler lässt tiefe Gefühle, Stille und heitere Stimmungen erleben, malt Landschaften und setzt auch ihre Stimme ein. Mit großer Kunstfertigkeit entlockt sie der Harfe außergewöhnliche Klänge, lässt sie durch rasches, zartes oder kraftvolles Fingerspiel klingen und grooven.

Als Österreicherin beglückt sie das Publikum mit einem „Entschleunigungswalzer“ und präsentiert eine bekannte Samba als flotten Jazz. Zum Abschluss spielen die beiden Harfenistinnen ein tanzbares, afrikanisch anmutendes Stück voller Energie mit dem Titel „No one can stop me now!“