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Herzkamper Kirche: Barockmusik ist ein Genuss

Herzkamper Kirche: Barockmusik ist ein Genuss

Traditionelles Benefizkonzert in der Herzkamper Kirche nahm Zuhörer eine Stunde lang gefangen.

Herzkamp. „Alle Jahre wieder“ hieß es am vergangenen Sonntag in der Herzkamper Kirche. Wie in jedem Jahr waren die Bänke bis zur letzten Reihe besetzt, und das Publikum kam von weit angereist.

Die Sängerinnen Elena Fink und Joslyn Rechter von der Wuppertaler Oper, das Ensemble Sonare von der Erlöserkirche in Barmen und Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal gaben in diesem besonderen Rahmen ein Konzert für Brot für die Welt. „Das Konzert gehört für viele schon seit Jahren einfach zur Adventszeit, genauso wie die Spende“, sagt Elisabeth Stoffels-Noll vom Ensemble Sonare.

„Händel, Telemann und Bach — das Dreigestirn des Barock — stehen auf dem Programm“, kündigte Elisabeth Stoffels-Noll, die in diesem Jahr die Auswahl der Stücke getroffen hatte, das Programm an. Vor über zehn Jahren spielte ihr Ensemble das erste Mal beim Adventskonzert mit, das sich seit gut 35 Jahren zu einer weihnachtlichen Tradition in Herzkamp etabliert hat.

Die Streichermusik mit Flöte und Gesang füllte die Kirche mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Lediglich die Notenpulte der Musiker, der mit Kerzen umstellte Altar und ein beleuchteter Stern spendeten Licht und ließen das Kirchenschiff in die Dunkelheit eintauchen. Weit weg vom weihnachtlichen Konsumrausch und alljährlichen Stress konnten sich die Zuhörer so auf das Wesentliche in der Weihnachtszeit konzentrieren. Die Musik ließ die Zuhörer abschalten und für mehr als eine Stunde abtauchen.

„Ich finde die Atmosphäre in der Kirche ganz besonders“, sagte Sopranistin Elena Fink. Auch die Opernsängerin genießt es in jedem Jahr aufs Neue, in einem kleinen Rahmen singen zu können. Höhepunkte waren wie erwartet die Bach-Arien

„Die Armut, so Gott auf sich nimmt“ und „Tilge, Höchster, meine Sünde“. Elena Finks und Joslyn Rechters Stimmen erfüllten die alten Gemäuer der Herzkamper Kirche und begeisterten die Zuhörer. „Wunderschön fand ich das Konzert“, sagte Astrid Gindrig danach. Auch ihre Freundin Christina Rübhausen stimmte dem zu: „Einfach toll.“